Brand in leerstehendem Schulgebäude hält Feuerwehr Essen stundenlang im Einsatz
Feuerwehr führt Brandbekämpfung durch; Foto: Feuerwehr Essen

Feuerwehr führt Brandbekämpfung durch; Foto: Feuerwehr Essen

In einem leerstehenden ehemaligen Schulgebäude an der Bonifaciusstraße ist am 1. Januar ein Brand ausgebrochen. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Gebäudeteil in Flammen. Dichter Rauch drang aus mehreren Bereichen. Menschen befanden sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht im Gebäude. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund von Schwelbränden schwierig.

Rauchentwicklung und offenes Feuer festgestellt

Gegen 10.53 Uhr wurde die Feuerwehr Essen wegen starker Rauchentwicklung im früheren Schulgebäude „Schetters Busch“ alarmiert. Das Gebäude steht leer, gilt aber als Treffpunkt für Personen. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Mehrere Bereiche waren verraucht, ein Teil des Komplexes brannte bereits vollständig.

Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Erkundung und zur Suche nach möglichen Personen ins Gebäude. Zwar wurden keine Menschen angetroffen, jedoch entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Schlafplätze. Auch angrenzende Kellerräume wurden kontrolliert.

Schwelbrände erschweren Löscharbeiten

Zunächst wurde der Brand von außen über mehrere Seiten bekämpft. Parallel richtete die Feuerwehr eine Riegelstellung ein, um eine Ausbreitung innerhalb des weitläufigen Gebäudes zu verhindern. Später folgte ein Innenangriff.

Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass sich das Feuer als Schwelbrand in Wand- und Deckenverkleidungen ausgebreitet hatte. Umfangreiche Holzvertäfelungen erschwerten die Löscharbeiten. Um Glutnester zu erreichen, öffneten die Einsatzkräfte Wandbereiche mit Kettensägen und setzten gezielte Bohrungen.

Unterstützung durch THW und Drohne

Zur Unterstützung wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Später kam auch eine Bergungsgruppe des THW zum Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr setzte eine Drohne mit Wärmebildkamera ein, um verbliebene Hitzequellen am Gebäude zu lokalisieren.

Wegen der langen Einsatzdauer kam es zu einem Personalwechsel. Mehrere Feuerwachen im Stadtgebiet wurden zeitweise durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Mehrere Nachkontrollen bis spät in die Nacht

Am Abend führten die Einsatzkräfte mehrere Brandnachschauen durch. Gegen 20 Uhr musste eine Wand erneut geöffnet und mit Löschschaum behandelt werden. Eine weitere Kontrolle gegen 22.45 Uhr blieb ohne neue Erkenntnisse.

Eine Person, die sich außerhalb des Gebäudes aufhielt, wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Eine weitergehende Behandlung war nicht erforderlich. Die Brandursache ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.