
ETB Miners Head Coach Lars Wendt
(c) André Steinberg
Mit 14 Siegen aus 16 Spielen führen die ETB Miners Essen die ProB Nord an. Die Mannschaft ist auswärts bislang ungeschlagen. Der aktuelle Tabellenplatz sichert rechnerisch das Heimrecht für die Playoffs. Die sportliche Entwicklung kommt früher als erwartet und prägt den Blick auf das Jahr 2026.
Die Essener spielen erst ihre zweite Saison nach dem Aufstieg aus der Regionalliga West. Trotzdem setzte sich das Team früh an die Spitze der Liga. Niederlagen kassierten die Miners bislang nur in eigener Halle gegen den SC Rist Wedel und die Itzehoe Eagles. In fremden Hallen blieb die Mannschaft ohne Punktverlust.
Der erste Tabellenplatz würde nach jetzigem Stand einen Playoff-Start mit Heimrecht bedeuten. Das gilt als Vorteil im weiteren Saisonverlauf.
Sportliche Leitung ordnet Entwicklung ein
Sportlicher Leiter Raphael Wilder hatte vor Saisonbeginn andere Prioritäten gesetzt.
„Der Auftrag in diesem Jahr war es, eine Mannschaft zusammenzustellen, die als allererstes das Ziel hat, nicht abzusteigen“, sagte Wilder. Die Playoffs seien als zweites Ziel definiert worden.
Dass das Team aktuell Tabellenführer ist, bezeichnet Wilder als überraschend. Er führt den Erfolg auf eine konstant starke Mannschaftsleistung zurück.
(c) André Steinberg
Trainerteam bleibt zurückhaltend
Head Coach Lars Wendt bewertet die Lage positiv, vermeidet aber eine zu hohe Erwartungshaltung.
„Wir sind souveräner Tabellenführer. Das war vor Beginn der Saison keineswegs zu erwarten“, sagte Wendt. Entscheidend sei nun, einen Platz unter den besten vier Teams zu sichern.
Nach dem frühzeitig erreichten Klassenerhalt habe man intern neue Etappenziele formuliert. Eine zentrale Rolle spiele die personelle Situation. Wendt verweist auf die Bedeutung der Gesundheit der Leistungsträger und die Arbeit der medizinischen Abteilung.
Für die Playoffs zeigt sich der Trainer selbstbewusst. Voraussetzung sei ein vollständiger Kader ohne größere Verletzungen.
Geschäftsführung denkt strukturell weiter
Auch die Vereinsführung bewertet den Saisonverlauf als Signal für den Standort Essen. Geschäftsführer Dieter Homscheidt erklärte, dass der Klassenerhalt nicht mehr das einzige realistische Szenario sei.
Gleichzeitig betont der Club die wirtschaftliche Verantwortung. Ziel sei es, organisatorisch und finanziell so aufgestellt zu sein, dass sowohl eine ProB- als auch perspektivisch eine ProA-Lizenz beantragt werden könnte. Kurzfristige Entscheidungen sollen vermieden werden.
Perspektive für 2026
Die Ausgangslage für das Jahr 2026 ist für die ETB Miners Essen günstig. Die Mannschaft zeigt Konstanz, auch nach personellen Veränderungen. Steigende Zuschauerzahlen und wachsendes Interesse unterstreichen die sportliche Entwicklung.
Ein möglicher Aufstieg in die ProA bleibt an sportliche und strukturelle Voraussetzungen gebunden. Der Verein hält am Ansatz fest, den nächsten Schritt nur bei gesicherter Nachhaltigkeit zu gehen.
