RS1: Neuer Bauabschnitt verbindet Gelsenkirchen mit Essen
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(c) Straßen NRW

Der Ausbau des Radschnellwegs Ruhr (RS1) schreitet weiter voran. Mit einem symbolischen Spatenstich startete am 30. Juli der Bau eines 1,5 Kilometer langen Teilstücks zwischen der Stadtgrenze Gelsenkirchen und dem Bahnhof Essen-Kray Nord.

Die Trasse wird auf einer stillgelegten Bahnlinie errichtet und soll bis 2026 fertiggestellt sein. Damit entsteht eine durchgehende Verbindung von Bochum über Gelsenkirchen bis Essen auf insgesamt 7,5 Kilometern.

Sanierung von Brücken und Anschluss an bestehende Radwege
Drei alte Bahnbrücken über die B227, die Grimbergstraße und die Rotthauser Straße werden im Zuge der Bauarbeiten instand gesetzt. Neben dem Rückbau der Gleise erfolgen strukturelle Sanierungen, darunter der Einbau neuer Lastverteilungsplatten und ein umfassender Korrosionsschutz. Die Brücken werden so ertüchtigt, dass sie im Winter von Räumfahrzeugen befahren werden können.

Bessere Vernetzung im Essener Osten
Der Abschnitt wird am westlichen Ende an die Krayer Straße und das Radwegenetz Essens angeschlossen. Im Osten bindet er an den bereits bestehenden RS1-Abschnitt in Gelsenkirchen an. Zusätzlich verknüpft die Strecke die bestehenden Radtrassen Zollvereinbahn und Kray-Wanner-Bahn, was die Infrastruktur für den Alltagsradverkehr im Essener Osten verbessert.

Teil eines überregionalen Projekts
Langfristig soll der RS1 auf über 100 Kilometern elf Städte im Ruhrgebiet von Moers bis Hamm miteinander verbinden. Als Rückgrat des regionalen Radverkehrs gilt der RS1 als zentrales Projekt der klimafreundlichen Mobilitätswende in Nordrhein-Westfalen.