Sanierung der Villa Rü startet im September 2026
Villa Rü (c) Stadt Essen

Die Stadt Essen startet im September 2026 mit der umfassenden Sanierung des Bürgerbegegnungszentrums Villa Rü in Rüttenscheid. Am Donnerstagnachmittag, 31. Juli, wurden die Nutzerinnen und Nutzer des Gebäudes über die geplanten Maßnahmen informiert. Bereits seit 2018 sind Mängel im Brandschutz bekannt. Bisher konnte der Betrieb durch Anpassungen in der Bauunterhaltung aufrechterhalten werden. Da jedoch die bestehende Baugenehmigung ausläuft, müssen nun umfangreiche bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Für die Zeit der Sanierung muss das Gebäude ab August 2026 vollständig geräumt werden.

Ursprünglich war vorgesehen, die Arbeiten etagenweise umzusetzen. Aufgrund notwendiger Deckensanierungen und Wanddurchbrüche ist dies jedoch nicht möglich. Eine Sanierung über alle Etagen hinweg soll die Bauzeit verkürzen. Die Arbeiten werden voraussichtlich zweieinhalb bis drei Jahre dauern. Vorgesehen sind unter anderem der Einbau einer neuen Brandmeldezentrale, zusätzlicher Rauchmelder und eines zweiten baulichen Rettungswegs. Auch die Barrierefreiheit soll verbessert werden: Ein Aufzug ist geplant, ebenso wie statische Ertüchtigungen, etwa an den Decken. Zusätzlich werden die Küchen im Erdgeschoss und in der Aula sowie die Teeküchen erneuert.

Die Villa Rü wird vom Jugendamt Essen verwaltet und ist ein wichtiger Treffpunkt im Stadtteil Rüttenscheid. Für alle Gruppen, Initiativen und Einrichtungen, die dort aktiv sind, werden aktuell Ausweichquartiere gesucht. Erste Gespräche mit der Kita-Initiative Hotzenplotz haben bereits stattgefunden. Die im Untergeschoss untergebrachte OGS-Gruppe soll nach der Sanierung in den Erweiterungsbau der Käthe-Kollwitz-Schule umziehen. Das Jugendamt erstellt derzeit Anforderungsprofile, um passende Übergangslösungen zu finden.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Villa Rü modernisiert wieder zur Verfügung stehen. Geplant ist eine bessere Raumaufteilung mit Wasser- und Stromanschlüssen in allen Räumen. Die sanitären Einrichtungen sollen der Besucherzahl angepasst werden. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass im dritten Quartal 2025 das Raumprogramm erarbeitet wird. Im vierten Quartal folgt die Kostenschätzung, im ersten Quartal 2026 die Ausschreibung der Planungsleistungen. Die Ausschreibung der Einzelgewerke beginnt im dritten Quartal 2026. Die Umsetzung der Generalsanierung soll bis ins zweite Quartal 2029 abgeschlossen sein.