
Herner EV Jubel
(c) Sebastian Sendlak
Die Partie war über weite Strecken umkämpft. Hannover hatte mehr Scheibenbesitz und gab mehr Torschüsse ab. Herne agierte abwartend und setzte auf Konter. Die Tore fielen in den entscheidenden Momenten. Für die Miners war es ein Erfolg mit Signalwirkung nach schwierigen Wochen.
Die Hannover Indians verzeichneten mit 41:32 Schüssen ein deutliches Plus. Dennoch blieb der Ertrag aus. Vor allem im Abschluss zeigten die Gäste Schwächen. Auch erfahrene Spieler der Indians konnten dem Spiel keinen entscheidenden Impuls geben.
Herne nutzte seine Chancen konsequenter. Bereits in der 19. Minute traf Bret Snetsinger nach einem gut ausgespielten Konter zum 1:0. Vorbereitet wurde der Treffer von Michael Munichiello.
Entscheidung im Schlussdrittel
Nach einem torlosen zweiten Drittel erhöhte Snetsinger in der 42. Minute auf 2:0 – erneut nach Vorlage von Munichiello. In der 48. Minute sorgte Hernes Topscorer Ford für die Entscheidung. Er traf zum 3:0 und hatte zuvor bereits das zweite Tor mit vorbereitet.
Ein wesentlicher Unterschied lag in den Überzahlsituationen. Der Herner EV nutzte zwei seiner vier Powerplays. Hannover blieb in beiden eigenen Überzahlspielen ohne Torerfolg.
Zudem erwies sich Torhüter Rodion Schumacher als sicherer Rückhalt. Er parierte zahlreiche Abschlüsse der Gäste und hielt sein Team in Druckphasen im Spiel.
Sieg mit Bedeutung im Tabellenkeller
Der Erfolg kommt für die Miners zu einem wichtigen Zeitpunkt. In den vergangenen Wochen hatte es massive Kritik aus dem Umfeld gegeben, teils verbunden mit persönlichen Beleidigungen einzelner Spieler. Der Verein hatte dies öffentlich deutlich zurückgewiesen.
Sportlich stärkt der Sieg die Position im Abstiegskampf. Gleichzeitig wahrt Herne trotz begrenzter finanzieller Mittel eine kleine Chance auf die Playoffs.
