Bundesweiter Funkausfall legt Zugverkehr komplett lahm
Hauptstrecke Deutsche Bahn

Eine technische Großstörung historischen Ausmaßes sorgt auf den Schienen für Stillstand. Auch im Ruhrgebiet droht durch die Abreise von Zehntausenden Helene-Fischer-Fans in Gelsenkirchen ein logistischer Kollaps.

Der Schienenverkehr in ganz Deutschland ist am späten Dienstagabend durch eine beispiellose technische Großstörung vollständig zum Erliegen gekommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der digitale Bahnfunk (GSM-R), das essenzielle Kommunikationssystem zwischen den Zügen und den Stellwerken, im gesamten Bundesgebiet gleichzeitig ausgefallen. Ohne dieses System ist ein sicherer Fahrbetrieb aus Sicherheitsgründen gesetzlich untersagt. Die Tragweite der Störung ist derart immens, dass die Konzernspitze der Deutschen Bahn zum aktuellen Zeitpunkt noch völlig im Dunkeln tappt. Bahnchefin Pallas trat am späten Abend vor die Presse, konnte jedoch noch keinerlei Informationen zur genauen Ursache des Blackouts geben – ein Cyberangriff oder ein zentraler Softwarefehler können derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Notfall-Protokoll greift: Züge müssen in den Bahnhöfen verharren

Um eine absolute Katastrophe auf den Strecken zu verhindern, hat das Notfallmanagement der Bahn sofort die Notbremse gezogen und das Standardprotokoll für einen Totalausfall der Kommunikation aktiviert. Alle sich aktuell auf freier Strecke befindlichen Fern- und Regionalzüge werden von den Stellwerken unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Sichtflug in die jeweils nächstgelegenen Bahnhöfe geleitet.

Dort müssen die Züge, Triebwagen und S-Bahnen bis zur vollständigen Behebung der Störung und der Freigabe des Funknetzes zwingend am Bahnsteig stehen bleiben. Ein Weiterfahren ist strikt untersagt. In den großen Knotenbahnhöfen wie dem Bochumer Hauptbahnhof, Essen oder Dortmund sorgt dies bereits für überfüllte Gleise und ratlose Gesichter bei Tausenden gestrandeten Pendlern und Reisenden.

Logistischer Albtraum im Revier: Chaos nach Helene-Fischer-Konzert befürchtet

Besonders dramatisch spitzt sich die Lage im Ruhrgebiet zu. In der Gelsenkirchener Veltins-Arena ging am späten Abend das monumentale Konzert von Schlagerstar Helene Fischer zu Ende. Zehntausende Fans strömen nun aus dem Stadion und stehen vor den Toren einer kollabierten Infrastruktur. Da die Sonderzüge, Regionalbahnen und S-Bahnen, die für den Abtransport der riesigen Menschenmassen Richtung Bochum, Essen und das restliche Ruhrgebiet eingeplant waren, aufgrund des Funkausfalls nicht rollen dürfen, droht rund um den Bahnhof Gelsenkirchen ein absolutes Chaos.

Die Verkehrsbetriebe versuchen in aller Eile, einen provisorischen Schienenersatzverkehr mit Bussen zu organisieren, doch es ist bereits jetzt absehbar, dass die Kapazitäten auf der Straße bei weitem nicht ausreichen werden, um den massiven Ansturm zu bewältigen. Einsatzkräfte der Polizei und der Bahnhofsmission bereiten sich auf eine lange Nacht vor, um die wartenden Menschenmassen in den Bahnhöfen zu koordinieren und zu versorgen. Reisende im gesamten Bundesgebiet werden dringend gebeten, alternative Verkehrsmittel zu nutzen oder Fahrten, wenn möglich, auf den Folgetag zu verschieben.