
Vertragsunterzeichnung Stadion-Sanierung
(c) Sebastian Sendlak
Mit der Vertragsunterzeichnung für die Modernisierung des Vonovia Ruhrstadions beginnt in Bochum ein Großprojekt. Der Umbau soll das Stadion in den kommenden Jahren fit für die Zukunft machen.
Nach jahrelanger Planung ist der nächste Schritt erfolgt: In Bochum wurde der Vertrag zur Sanierung und Modernisierung des Vonovia Ruhrstadion unterzeichnet. Vertreter aus Stadt, Verein und Bauwirtschaft gaben damit offiziell den Startschuss für das Projekt. Die Bauphase soll rund drei Jahre dauern. Währenddessen bleibt das Stadion weiterhin Spielstätte des VfL Bochum 1848.
Langfristiges Projekt mit großer Bedeutung
Die Modernisierung des Stadions ist seit Jahren Thema in Bochum. Bereits vor rund sieben Jahren begannen erste Überlegungen. Mit der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung wird aus der Planung konkrete Umsetzung.
Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat bezeichnete das Stadion als festen Bestandteil der Stadt:
„Bochum ist eine Stadt im Wandel. Aber es gibt eine Konstante – und die ist hier an der Castroper Straße.“
Ziel sei es, das Stadion für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig zu machen. Gleichzeitig soll der Charakter des traditionsreichen Standorts erhalten bleiben.
Bau im laufenden Betrieb als Herausforderung
Eine Besonderheit des Projekts ist der Umbau im laufenden Betrieb. Spiele des VfL Bochum sollen weiterhin im Ruhrstadion stattfinden. Das stellt hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung.
Ralf Meyer, Geschäftsführer der Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft, betonte die Dimension:
„Der VfL wird auch während der Bauphase hier zu Hause bleiben. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten.“
Auch für Fans wird es Einschränkungen geben. Veränderungen im Stadionbetrieb während der Bauzeit gelten als wahrscheinlich.
Verein setzt auf Tradition und Zukunft
Für den Verein hat das Stadion eine besondere Bedeutung. Geschäftsführer Ilja Kaenzig sprach von einem „Dekadenprojekt“.
„Das erlebt man nicht oft, dass ein Stadion umfassend modernisiert wird“, sagte Kaenzig. Gleichzeitig betonte er die enge Verbindung des Vereins zum Standort: Der VfL werde auch künftig an der Castroper Straße bleiben.
Die Modernisierung müsse unter schwierigen Bedingungen erfolgen. Die Lage des Stadions in einem dicht bebauten Umfeld setze enge Grenzen für Erweiterungen und Bauabläufe.
Bauunternehmen übernimmt Umsetzung
Mit der Umsetzung wurde ein erfahrener Totalunternehmer beauftragt. Bauunternehmer Walter Helmich kündigte an, das Stadion umfassend zu erneuern:
„Das Wohnzimmer ist in die Jahre gekommen. Aber es wird wieder ein modernes Stadion entstehen.“
Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verein und Bauunternehmen gilt als zentral für den Projekterfolg.
Mehr als nur ein Stadionprojekt
Die Modernisierung ist Teil einer größeren Entwicklung im Umfeld des Vereins. Parallel wird auch in die Infrastruktur investiert, etwa in den Nachwuchsbereich. Ziel ist es, den Standort langfristig zu stärken.
Nach Angaben der Beteiligten soll das modernisierte Stadion nicht nur sportlich, sondern auch infrastrukturell neue Maßstäbe setzen. Die Fertigstellung ist in drei Jahren geplant.
Mit dem Baustart am 1. April beginnt für Bochum eine Phase des Umbruchs – an einem Ort, der für viele als Herz des Fußballs in der Stadt gilt.
