
Neuer Ehrenamtspreis würdigt Engagement in der Bochumer Jugendarbeit
(c) Sebastian Sendlak
In Bochum sind erstmals zwei Einrichtungen für herausragende Leistungen in der Kinder- und Jugendförderung ausgezeichnet worden. Der neue Ehrenamtspreis des Jugendamtes stellt Projekte in den Mittelpunkt, die jungen Menschen Orientierung geben und ihre Communities stärken.
Bei der Premiere des Bochumer Ehrenamtspreises in der Kinder- und Jugendförderung hat das Jugendamt zwei Einrichtungen für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Im Veranstaltungsraum des Jugendamtes kamen am Mittwoch Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Politik und Jugendarbeit zusammen. Oberbürgermeister Jörg Lukat übernahm die Schirmherrschaft und unterstrich in seiner Rede die Bedeutung des Ehrenamts in der Jugendarbeit.
Den Preis in der Jugendverbandsarbeit erhielt die GEMI Jugend, die Jugendorganisation des Vereins „Forum Gemeinsam für Integration“. Die Gruppe arbeitet eng mit jungen Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern und setzt auf regelmäßige Angebote in den Stadtteilen. Der zweite Preis ging an die OT Laer der Evangelischen Kirchengemeinde Altenbochum-Laer. Das Haus bietet seit Jahren offene Arbeit für Kinder und Jugendliche an. Beide Auszeichnungen sind mit je 2.500 Euro dotiert.
Armin Bembennek, Abteilungsleiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, erinnerte in seiner Ansprache an die Bedeutung ehrenamtlicher Strukturen. Ehrenamt und Jugendarbeit gehörten untrennbar zusammen, sagte er. In den Einrichtungen würden Grundlagen gelegt, die junge Menschen später für eigenes Engagement motivieren. Viele Kräfte seien dabei nicht nur während der Arbeitszeit aktiv, sondern weit darüber hinaus. „Es heißt, dass die Jugendarbeit vom Ehrenamt lebt, aber das Ehrenamt lebt durch die Jugendarbeit, denn hier werden die Grundlagen bei Kindern und Jugendlichen geschaffen, sich ehrenamtlich einzusetzen und die Zukunft der Gesellschaft zu stärken.“
Bembennek betonte zudem die wachsende Rolle der Jugendarbeit in einer Stadtgesellschaft, die vor vielfältigen Aufgaben stehe. Dazu zähle auch die Begleitung Jugendlicher mit Fluchterfahrungen. Die Arbeit in den Häusern helfe, Herausforderungen früh zu erkennen und gemeinsam anzugehen.
Auch die Ausgezeichneten hoben die Bedeutung verlässlicher Ansprechpersonen hervor. Probleme müssten dort aufgegriffen werden, wo sie entstehen – im Alltag der Kinder und Jugendlichen. Sicherheit, Orientierung und ein stabiler Weg in die Zukunft seien gemeinsame Ziele.
Mit der neuen Auszeichnung will die Stadt das ehrenamtliche Engagement sichtbarer machen und Initiativen stärken, die in Bochum täglich junge Menschen unterstützen.
Bilder von der Veranstaltung gibt es beim Bochum Journal
