
Prinzenpaar im Seniorenheim
(c) Sebastian Sendlak
Karnevalsgruppen aus Bochum besuchen Kinder- und Senioreneinrichtungen. Die Termine zeigen, welche gesellschaftliche Bedeutung solche Begegnungen haben.
In der Karnevalszeit suchen Prinzenpaare und Tanzgruppen gezielt den Kontakt zu sozialen Einrichtungen. In Bochum standen zuletzt ein Kinderheim sowie mehrere Seniorenzentren im Fokus. Die Besuche brachten Abwechslung in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Gleichzeitig stärkten sie das Gefühl von Gemeinschaft über Altersgrenzen hinweg.
Im Kinderheim St. Vinzenz besuchten das Kinderprinzenpaar Collin I. und Lina I. sowie das Bochumer Prinzenpaar Heinz I. und Andrea I. die jungen Bewohner. In mehreren Gruppen der Einrichtung gab es Musik und Kamelle.
Anfangs reagierten einige Kinder zurückhaltend. Im Verlauf des Nachmittags beteiligten sie sich jedoch aktiv, tanzten mit und suchten den Kontakt. Das Kinderprinzenpaar verteilte zudem Orden an die Kinder. Für die karitative Einrichtung stellte der Besuch eine besondere Form der Anerkennung dar.
Abwechslung für Seniorinnen und Senioren, aber auch Kinder
Am darauffolgenden Tag standen Bochumer Seniorenzentren auf dem Programm. Gemeinsam mit Tanzmariechen sowie den „Ommas und Oppas“ gestalteten die Prinzenpaare ein karnevalistisches Programm.
Im Heinrich-König-Seniorenzentrum der AWO feierten rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner mit. Es wurde gesungen, geklatscht und gelacht. „Wir sind hier, um allen Freude und Spaß zu bringen“, sagte Karnevalsprinz Heinz I. während des Besuchs.
Die Besuche in Kinder- und Senioreneinrichtungen verdeutlichen den sozialen Stellenwert des Karnevals. Sie schaffen Begegnungen zwischen Generationen und bringen Menschen zusammen, die im Alltag oft wenig Kontakt nach außen haben. Gerade für Kinder und ältere Menschen können solche Erlebnisse Gemeinschaft, Aufmerksamkeit und Lebensfreude vermitteln.
Karnevalsgruppen übernehmen damit eine Rolle, die über Brauchtum und Unterhaltung hinausgeht. Sie leisten einen Beitrag zum sozialen Miteinander und zur Teilhabe in der Stadtgesellschaft.
