A45-Brücke Martener Straße: Großes Interesse in Dortmund
Bürgerinfo A45-Brücke Martener Straße

(c) Autobahn GmbH

Mehr als 400 Menschen besuchten die Infoveranstaltung zur Sperrung der A45 in Dortmund. Wegen des großen Andrangs kündigen die Planer einen zweiten Termin an.

Das geplante Großbauprojekt an der A45-Brücke Martener Straße stößt in der Dortmunder Bevölkerung auf ein enormes Echo. Zur Informationsveranstaltung über die bevorstehende achtmonatige Vollsperrung der Fernstraße und der Martener Straße versammelten sich am Montagabend mehr als 400 Interessierte in der ehemaligen Kirche Heilige Familie. Da die Akustik im Kirchenschiff für diesen unerwarteten Ansturm nicht ausreichte, kürzten die Stadt Dortmund und die Autobahn Westfalen den Einführungsvortrag ab. Stattdessen informierten sich die Anwesenden an sechs Themenstationen direkt bei Vertretern von DONETZ, VRR, DSW21, Deutscher Bahn, Stadt und Autobahngesellschaft. Aufgrund der räumlichen Engpässe kündigte Autobahn-Sprecherin Susanne Schlenga zeitnah eine zweite Informationsveranstaltung in einem geeigneteren Saal an.

Zeitplan für Teilsperrungen und Großkran-Einsatz

Vor allem die Sperrung der unterhalb verlaufenden Martener Straße bewegt die Nachbarschaft, da diese für den motorisierten Individualverkehr bereits am 2. November eingerichtet wird. Dass Busse, Stadtbahnen sowie der Fuß- und Radverkehr die Passage noch bis zum Frühjahr 2027 passieren dürfen, sorgte vor Ort für spürbare Erleichterung. Grund für die frühe Maßnahme sind vorbereitende Leitungsverlegungen im Erdreich, die zwingend vor dem eigentlichen Brückenneubau abgeschlossen sein müssen. Ab dem 5. April 2027 wandelt sich das gesamte Areal beidseits der Brücke vollständig in ein abgesperrtes Baufeld für den Schwerlastbetrieb. Projektleiter Sven Berkey von der planenden Außenstelle Hagen der Autobahnniederlassung Westfalen erklärte hierzu, dass an dieser Stelle ein Großkran für das Ein- und Ausheben der Brückenteile platziert werden müsse.

Ab dem 28. April 2027 greift schließlich die Vollsperrung der Autobahn 45 zwischen dem Kreuz Dortmund-West und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen. Der Fernverkehr wird für acht Monate großräumig über die A1 und A2 sowie über die regionalen Trassen A40, A43 und A448 umgeleitet. Um den Lkw-Verkehr auf der Ausweichstrecke über die A43 zu bewältigen, wird die dortige Schrankenanlage vorab demontiert. Zeitgleich ist der Brückenzug über den Rhein-Herne-Kanal bis dahin so weit hergerichtet, dass ein Teilbauwerk von Autos und Lastwagen wieder in beiden Richtungen befahren werden kann. Die Verantwortlichen passen das übergeordnete Fernstraßennetz damit gezielt an die Dortmunder Baumaßnahme an.

Bahn-Vollsperrung erzwingt Brückenarbeiten rund um die Uhr

Vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 steht zudem eine parallele Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Dortmund im Terminplan. In diesem eng getakteten Zeitfenster müssen die alten Teilbauwerke abgerissen und die beiden neuen Brücken über den Gleisen montiert werden. Sven Berkey unterstrich vor den Anwesenden, dass man in diesem engen Zeitraum um Bauarbeiten rund um die Uhr nicht herumkomme. Für die direkte Anwohnerschaft kündigte die Autobahn Westfalen diesbezüglich noch eine gesonderte Bürgerinformation an. Zur Vorbereitung der Bürger waren vorab bereits 5000 Informationsflyer verteilt worden, die nun nachgedruckt und erneut ausgelegt werden, während Präsentationen und digitale Unterlagen online auf der Projektseite der Autobahn GmbH abrufbar bleiben.