Kostenloses WM-Public-Viewing nach Ausschreitungen vorzeitig beendet
Public Viewing – hier in Herne

(c) Sebastian Sendlak

Große Enttäuschung für Fußballfans in Dortmund: Das beliebte und komplett kostenfreie Fan-Fest im Hafengarten wurde vor dem anstehenden Viertelfinale dauerhaft geschlossen. Der Grund sind gezielte Provokationen und Aggressionen gegen das Sicherheitspersonal.

Eigentlich sollte es ein großes, verbindendes Sommerfest für die gesamte Stadt werden, doch für das Public Viewing im Dortmunder Hafengarten ist vorzeitig Schluss. Wie aus Berichten in den sozialen Netzwerken (unter anderem über den reichweitenstarken Lokal-Kanal „Hömma Dortmund“) hervorgeht, haben die privaten Veranstalter die Reißleine gezogen und das Event komplett abgesagt. Die verbleibenden Spiele der Weltmeisterschaft werden dort nicht mehr auf der Großbildleinwand übertragen.

Gezielte Unruhen erzwingen den vorzeitigen Abbruch

Bis dato galt das Fan-Fest im Hafen als echter Geheimtipp: Ein großes Public Viewing ohne Eintrittskosten, das für jeden offenstand. Dass das Angebot nun so abrupt endet, liegt an dem Fehlverhalten einer kleinen Minderheit. Laut Angaben suchten bestimmte Gruppierungen in den vergangenen Tagen wiederholt und gezielt den sportlichen und verbalen Konflikt mit der Security vor Ort.

Da die Sicherheit der friedlichen Gäste und der Angestellten nicht mehr lückenlos garantiert werden konnte, blieb den Betreibern kaum eine andere Wahl. Für ein komplett kostenfreies Event ohne Ticketeinnahmen ist das nachträgliche und massive Aufstocken von professionellen Sicherheitskräften wirtschaftlich schlichtweg nicht tragbar – die enormen Zusatzkosten lassen sich als privater Veranstalter nicht ohne Weiteres kompensieren.

Die Allgemeinheit badet den Frust aus

In der Dortmunder Fangemeinde sorgt das vorzeitige Aus für tiefe Enttäuschung und heftige Diskussionen über den schwindenden Respekt vor der Allgemeinheit. Am Ende sind es wieder die ganz normalen Bürgerinnen und Bürger sowie Familien, die einfach nur friedlich ein bisschen Fußball schauen, das Gemeinschaftsgefühl teilen und den Sommer genießen wollten, die nun sprichwörtlich in die Röhre gucken.