
NRW Innenminister Herbert Reul
(c) Sebastian Sendlak
Im Rahmen des Europa-Forums fand im Duisburger Wanheimerort eine Lesung mit NRW-Innenminister Herbert Reul statt. Im Mittelpunkt standen Fragen der inneren Sicherheit und europäische Herausforderungen.
Am Mittwochabend, 14. Januar 2026, war der Rheingoldsaal im Handwerkerhof Wanheimerort gut gefüllt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul stellte dort sein Buch „Sicherheit“ vor. Im Anschluss diskutierte er mit dem Publikum über Terrorismus, Cyberkriminalität und organisierte Kriminalität. Die Veranstaltung verband persönliche Einblicke mit sicherheitspolitischen Debatten.
Herbert Reul las Passagen aus seinem Buch und schilderte dabei auch biografische Stationen. Er sprach offen über seine Entscheidung, das Amt des Innenministers zu übernehmen, und über erste Eindrücke nach Amtsantritt. Besonders eindrücklich beschrieb er den Umgang mit dem Themenfeld sexualisierte Gewalt gegen Kinder, das er früh zur Chefsache erklärte.
Klare Worte zur Sicherheitslage
In der anschließenden Diskussion betonte Reul die Bedeutung einer klaren Sprache in der Politik. Probleme müssten benannt werden, bevor Lösungen entwickelt werden könnten. Seine Ausführungen zur Bekämpfung von Clanstrukturen machten deutlich, dass aus seiner Sicht auch kleine, konsequent umgesetzte Maßnahmen Wirkung zeigen können. Dabei verwies er auf die Rolle des Rechtsstaats und die Durchsetzung geltender Gesetze.
Das Publikum nutzte die Gelegenheit zu Fragen und Anmerkungen. Reul beantwortete diese ausführlich und blieb dabei sachlich. Die Diskussion machte deutlich, dass Themen der inneren Sicherheit viele Menschen beschäftigen, auch im europäischen Kontext. Nach dem offiziellen Teil signierte der Minister Bücher, die vor Ort in Kooperation mit einer Duisburger Buchhandlung angeboten wurden.
Das Ruhr Journal war exklusiv vor Ort
