Heim-WM der Rekorde in Duisburg-Wedau
Kanupolo

(c) Sebastian Sendlak

Die Regattabahn im Sportpark Duisburg-Wedau hat sich in das weltweite Epizentrum des Kanu-Polo-Sports verwandelt: Seit Montagabend läuft die „Paddle Worldwide Kanu-Polo-Weltmeisterschaft 2026“ – mit 76 Mannschaften aus 28 Nationen und mehr als 700 Athletinnen und Athleten das größte Turnier in der Geschichte dieser dynamischen Wassersportart.

Für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) ist das Heimturnier der absolute Saisonhöhepunkt: Gleich vier deutsche Nationalteams (Damen, Herren, U21-Damen und U21-Herren) greifen vor heimischem Publikum nach Edelmetall.

Nach der feierlichen Eröffnung durch Thomas Konietzko, Präsident des Weltverbandes Paddle Worldwide, NRW-Sportministerin Andrea Milz, Duisburgs Bürgermeisterin Edeltraut Klabuhn und DKV-Präsidentin Dajana Pefestorff legten die deutschen Nachwuchsteams am Dienstag einen perfekten sportlichen Auftakt hin. Mit vier Siegen aus vier Begegnungen glückte den U21-Auswahlen der Sprung an die Tabellenspitzen ihrer Vorrundengruppen: Die deutschen U21-Herren von Bundestrainer Michael Konrad feierten ein klares 7:0 gegen Australien und fegten anschließend Schweden mit 14:1 vom Wasser. Die U21-Damen setzten sich souverän mit 10:1 gegen Kanada sowie mit 2:0 gegen Australien durch. Chefbundestrainerin Leonie Wagner zog eine entsprechend positive Bilanz für den Turniereinstieg.

Damen und Herren greifen ins Geschehen ein – Hohe Erwartungen nach World-Games-Gold

Am Mittwoch greifen nun auch die A-Nationalmannschaften in die insgesamt 359 Partien umfassenden Titelkämpfe ein. Beide Teams gehören zur absoluten Weltspitze und reisen mit breiter Brust an: Sowohl die deutschen Damen um Bundestrainer Lukas Richter als auch die Herren unter Coach Michael Günzel holten 2025 bei den World Games im chinesischen Chengdu die Goldmedaille. Während die deutschen Herren zudem als amtierende Weltmeister zur Titelverteidigung antreten, peilt auch das Damenteam unmissverständlich WM-Gold an.

Kanu-Polo gilt als eine der temporeichsten und zuschauerfreundlichsten Kanu-Disziplinen überhaupt: Auf dem Spielfeld kämpfen jeweils fünf Spielerinnen oder Spieler in wendigen Einerkajaks zweimal zehn Minuten lang um den Ball, der mit der Hand oder dem Paddel geführt werden darf. Ziel ist das zwei Meter über der Wasseroberfläche hängende gegnerische Tor. Da jedes Team pro Angriff nur 60 Sekunden Zeit hat, ist das Spielgeschehen von ständigen Sprints, hohem Körperkontakt und spektakulären Paraden geprägt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst besucht Sportpark Duisburg

Am ersten Wettkampftag machte sich auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst persönlich ein Bild vom Geschehen auf der Regattastrecke. Im Gespräch mit DKV-Präsidentin Dajana Pefestorff und den Athleten hob der Regierungschef den Stellenwert des Standorts hervor: Duisburg beweise einmal mehr seine Kompetenz für sportliche Großveranstaltungen, nicht zuletzt durch das jüngst modernisierte Regattahaus. Im Rahmen der regionalen Bewerbungsüberlegungen für Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr nehme die Regattabahn Wedau eine zentrale Schlüsselrolle ein.

Das Mammutturnier steuert am Wochenende auf seine Höhepunkte zu: Am Samstag, 19. September 2026, fallen ab 17:00 Uhr die ersten Medaillenentscheidungen in den Finals der U21-Damen und U21-Herren. Die Endspiele der Damen und Herren schließen die Titelkämpfe am Sonntag, 20. September, ab 16:00 Uhr ab. Der DKV setzt auf eine stimmungsvolle Kulisse an der Wedau, um den Heimvorteil bis auf das Podest zu tragen.