
Internationale Gartenausstellung 2027
Ein Skulpturenpark von internationaler Strahlkraft setzt zur Internationalen Gartenausstellung neue Maßstäbe. Die Pläne vereinen Kunstgrößen wie Julian Schnabel und Heinz Mack mit den UN-Nachhaltigkeitszielen.
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 im Ruhrgebiet wird weit mehr als ein Schaulaufen prachtvoller Blüten und zukunftsweisender Landschaftsarchitektur. Im Duisburger RheinPark entsteht ein spektakulärer, internationaler Skulpturenpark, der zeitgenössische Weltkunst direkt an das Flussufer bringt. Die IGA 2027 Ruhrgebiet GmbH und die Stadt Duisburg haben die Pläne für dieses ehrgeizige Kunstprogramm im Rahmen des sogenannten „Zukunftsgartens“ der Öffentlichkeit präsentiert.
Renommierter Kurator holt die Elite der Kunstwelt ins Revier
Unter dem zentralen IGA-Leitmotiv „Wie wollen wir morgen leben?“ soll die Freiluftgalerie künstlerische Positionen versammeln, die sich mit den drängenden Fragen unserer Zeit sowie dem tiefgreifenden Strukturwandel des Ruhrgebiets auseinandersetzen. Großformatige Skulpturen, architektonische Meisterwerke und raumgreifende Installationen werden die bestehende Parklandschaft völlig neu inszenieren.
Für die Konzeption und Umsetzung zeichnet der bekannte Düsseldorfer Kurator Dirk Geuer verantwortlich. Ihm ist es gelungen, eine Reihe von weltweiten Spitzenkünstlern für das Projekt zu gewinnen. Die ersten feststehenden Namen lesen sich wie ein Who’s Who der modernen Kunstgeschichte:
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Julian Schnabel: Der US-amerikanische Neoexpressionist und weltbekannte Regisseur steuert Arbeiten bei.
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Bernar Venet: Der französische Konzeptkünstler und Bildhauer ist berühmt für seine monumentalen, geschwungenen Stahlskelette.
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Heinz Mack: Der deutsche Mitbegründer der legendären ZERO-Gruppe bringt seine faszinierende Licht- und Kinetikkunst an den Rhein.
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Stefan Szczesny: Der Mitbegründer der „Neuen Wilden“ schlägt eine direkte Brücke zu globalen Zukunftsfragen.
Neben diesen internationalen Schwergewichten wird der Zukunftsgarten Duisburg auch eine wichtige Plattform für lokale Künstlerinnen und Kreative der Region bieten, um ihre Arbeiten einem Millionenpublikum zu präsentieren.
Segel für die Zukunft: Die 17 Nachhaltigkeitsziele im Fokus
Ein besonderes inhaltliches Highlight der Freiluftgalerie ist die Integration des international vielbeachteten Projekts „Sailing #Art4GlobalGoals“ von Stefan Szczesny. Die weltweite Kulturkampagne, die im RheinPark anlegt, wurde von Kurator Dirk Geuer und der UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven initiiert.
Getragen von der YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not (die in offizieller Beziehung zur UNESCO steht), nutzt das Projekt kunstvoll gestaltete Segel, um visuell für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu werben. Dadurch erhält die IGA 2027 eine tiefere kulturelle und ethische Dimension, die den Diskurs über Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und globale Verantwortung spielerisch in den öffentlichen Raum trägt.
Nachhaltige Strahlkraft für das Ruhrgebiet
Der geplante Skulpturengarten setzt bewusst auf die Kraft der Kontraste. Durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Generationen, kultureller Prägungen und handwerklicher Disziplinen entsteht ein dynamischer Dialog. Das erklärte Ziel der Planer ist es, in Duisburg einen dauerhaften Kunstort zu schaffen – die Freiluftgalerie soll ausdrücklich über die eigentliche Laufzeit der Gartenausstellung hinaus im RheinPark verbleiben und den Bürgern langfristig erhalten bleiben.
Während Duisburg nun vorangeht, befinden sich die künstlerischen Planungen für die weiteren IGA-Zukunftsgärten in Dortmund, Gelsenkirchen, Lünen und im Emscherland auf der Zielgeraden. Diese Konzepte sollen in den kommenden Monaten separat vorgestellt werden.
