Schwerpunktkontrollen in Duisburg: Polizei geht gegen Clankriminalität vor
Polizei

(c) Hendrik Klein

Ein groß angelegter Einsatz mehrerer Behörden hat in Duisburg zahlreiche Verstöße aufgedeckt.

Polizei und Netzwerkpartner kontrollierten am 17. und 18. April 2026 gezielt Betriebe und Personen im Stadtgebiet. Im Fokus standen Gastronomie, Kioske und Wettbüros. Ziel war die Bekämpfung von Clankriminalität. Die Maßnahmen führten zu Anzeigen, Sicherstellungen und Betriebsschließungen.

Die Aktion wurde von der Polizei Duisburg koordiniert. Beteiligt waren unter anderem die Staatsanwaltschaft Duisburg, das Hauptzollamt Duisburg sowie die Stadt Duisburg. Auch die Bezirksregierung Düsseldorf und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität waren eingebunden.

Kontrollen im gesamten Stadtgebiet

Die Einsatzkräfte überprüften gezielt Betriebe und deren Umfeld in Duisburg. Neben festen Objekten wurden auch Personen und Fahrzeuge kontrolliert. Der Einsatz fand am Freitagabend sowie in der Nacht zum Samstag statt.

Anzeigen und Feststellungen

Insgesamt wurden die Personalien von 139 Personen festgestellt. Die Behörden fertigten zehn Strafanzeigen an. Diese betreffen unter anderem Verstöße gegen das Waffen-, Betäubungsmittel- und Arzneimittelrecht.

Darüber hinaus wurden 46 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Hinzu kommen 116 Verwarnungen, etwa wegen Verkehrs- oder gewerberechtlicher Verstöße.

Sicherstellungen und Haftbefehle

Die Einsatzkräfte stellten verschiedene Gegenstände sicher. Dazu zählen Munition, mutmaßliches Kokain und amtliche Kennzeichen. Drei Personen wurden angetroffen, gegen die offene Haftbefehle vorlagen.

Das Hauptzollamt Duisburg beschlagnahmte zudem 36.480 Zigaretten ohne Steuerbanderole.

Maßnahmen gegen Betriebe

Die Stadt Duisburg schloss zwei Cafés in den Stadtteilen Walsum und Hochfeld. Grundlage waren unter anderem Verstöße gegen das Gaststättengesetz.

In zwei weiteren Betrieben wurden Spielautomaten sichergestellt oder versiegelt. Hintergrund sind Verstöße gegen den Glücksspielstaatsvertrag. Zusätzlich wurde eine vierstellige Bargeldsumme beschlagnahmt.

Einordnung der Behörden

Laut Einsatzleitung liefern solche Kontrollen neben unmittelbaren Ergebnissen auch Hinweise für weitere Ermittlungen. Sie gelten als Bestandteil einer langfristigen Strategie gegen organisierte Kriminalität.

Livia Degner, Leiterin der Polizeiinspektion 1-Nord, erklärte, der Einsatz habe kriminelle Strukturen weiter unter Druck gesetzt. Die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern solle fortgeführt werden.