Baum stürzt auf fahrenden Pkw bei schwerem Unfall in Herdecke
(c) Feuerwehr Herdecke

Großes Glück am Herdecker Bach. Ein massiver Baum begrub am Feiertag einen Toyota unter sich. Die beiden Insassen wurden wie durch ein Wunder nur leicht verletzt.

Die Feuerwehr Herdecke wurde am gestrigen Feiertag um 13:06 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Herdecker Bach alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte stellte sich heraus, dass ein massiver Baum mit zwei großen Ästen auf einen fahrenden Pkw der Marke Toyota gestürzt war. Im betroffenen Fahrzeug befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei Personen, die mitten im dichten Verkehr komplett überrascht wurden. Der Wagen stand in Fahrtrichtung Hagen, nur wenige Meter vor der wichtigen Ampelkreuzung zur Ender Talstraße. Die Einsatzkräfte mussten vor Ort extrem schnell handeln, um die Unfallstelle abzusichern.

Feuerwehr Herdecke sichert Unfallstelle am Herdecker Bach

Der schwere Baum war aus dem steilen Hang oberhalb der Straße direkt auf das vorbeifahrende Fahrzeug gekracht. Durch den enormen Aufprall wurde der Pkw im gesamten Front- und Dachbereich erheblich beschädigt. Die Windschutzscheibe war komplett zerstört, die tragende A-Säule gerissen sowie deformiert und auch Teile des Fahrzeugdaches wurden tief eingedrückt. Selbst das Lenkrad im Innenraum wurde durch die wirkenden Kräfte beschädigt, was die Intensität des Vorfalls im Ruhrgebiet verdeutlicht.

Die beiden Fahrzeuginsassen hatten bei dem Unglück jedoch riesiges Glück und wurden nach erster Einschätzung des Rettungsdienstes glücklicherweise nur leicht verletzt. Nach der medizinischen Erstversorgung an der Einsatzstelle wurden beide Personen zur weiteren Kontrolle in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die Rettungskräfte zeigten sich sichtlich erleichtert über den verhältnismäßig glimpflichen Ausgang für die Menschen im Wagen. „Die Fahrzeuginsassen haben heute wirklich großes Glück gehabt“, schilderte ein Feuerwehrangehöriger vor Ort die dramatische Situation. Er fügte hinzu, dass hier erhebliche Kräfte gewirkt haben müssen und man nur kurz vor einer aufwendigen technischen Rettung stand.

Rettungseinsatz im Ruhrgebiet erfordert eine Vollsperrung

Feuerwehr und Polizei sicherten die Einsatzstelle im Revier durch eine sofortige Vollsperrung komplett ab. Mithilfe von zwei Motorsägen wurden die massiven Äste zügig vom Fahrzeug entfernt, um den Toyota überhaupt erst freizulegen. Um den Hang oberhalb der Straße genau kontrollieren zu können und auch dort den Baum sicher zu entfernen, kam zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz. Auch die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei verlief während des gesamten Einsatzes sehr gut und kollegial. Insgesamt betrug die Einsatzdauer für den Einsatzführungsdienst, das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, den Rettungswagen und die Drehleiter exakt 90 Minuten.