
Gemeinsamer Spatenstich, um das Internet an 4.786 Adressen im Ennepe-Ruhr-Kreis schneller werden zu lassen
Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
Mit einem symbolischen Spatenstich ist der Ausbau schneller Internetverbindungen im Ennepe-Ruhr-Kreis gestartet. Rund 4.800 Adressen sollen künftig von Glasfaser profitieren.
Der Ausbau schneller Internetverbindungen im Ennepe-Ruhr-Kreis hat begonnen. Mit einem offiziellen Spatenstich gab Landrat Jan-Christoph Schaberick den Start für die Bauarbeiten frei. Ziel ist es, sogenannte „hellgraue Flecken“ zu beseitigen.
Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen zwar Internet verfügbar ist, die Bandbreite jedoch nicht ausreicht. Anwendungen wie Videokonferenzen oder Streaming sind dort oft nur eingeschränkt möglich. Insgesamt 4.786 Adressen im Kreisgebiet sind betroffen.
Förderprogramm soll Versorgungslücken schließen
Grundlage für das Projekt ist das Förderprogramm „Hellgraue Flecken“ von Bund und Land Nordrhein-Westfalen. Insgesamt stehen rund 49,99 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Mittel sind für Gebiete vorgesehen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht wirtschaftlich wäre. Mit dem geförderten Ausbau soll die digitale Infrastruktur langfristig verbessert werden.
Verteilung auf neun Städte
Die betroffenen Adressen verteilen sich auf mehrere Städte im Kreisgebiet. Besonders viele Anschlüsse entstehen in Hattingen und Witten.
Weitere Ausbaugebiete liegen unter anderem in Ennepetal, Schwelm, Gevelsberg, Herdecke, Wetter, Breckerfeld und Sprockhövel.
Die Glasfaserleitungen werden durch die MUENET GmbH verlegt, die sich in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren durchgesetzt hat.
Frist für Interessierte bis Ende April
Bürgerinnen und Bürger, die einen Anschluss wünschen, müssen aktiv werden. Voraussetzung ist die Rückmeldung auf ein entsprechendes Schreiben des Unternehmens bis zum 23. April.
Wer diese Frist verpasst, muss einen späteren Anschluss eigenständig organisieren und die Kosten selbst tragen. Ein unmittelbarer Vertragsabschluss mit einem Internetanbieter ist jedoch nicht verpflichtend.
Offenes Netz für verschiedene Anbieter
Die entstehende Infrastruktur wird im sogenannten Open-Access-Modell betrieben. Das bedeutet, dass mehrere Anbieter ihre Dienste über das Netz anbieten können. Nutzerinnen und Nutzer haben dadurch eine Auswahl bei Tarifen und Verträgen.
Der Kreis übernimmt die Koordination des Projekts und ist gegenüber den Fördermittelgebern verantwortlich. Die praktische Umsetzung erfolgt durch die beteiligten Unternehmen.
Bedeutung für Alltag und Wirtschaft
Mit dem Ausbau soll die digitale Teilhabe im gesamten Kreisgebiet verbessert werden. Schnelle und stabile Internetverbindungen gelten als wichtige Voraussetzung für Arbeit, Bildung und Freizeit.
Insbesondere in bislang unterversorgten Bereichen wird mit einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität gerechnet.
