Mordkommission ermittelte nach Vorfall an der Pferdebachstraße
Rettungswagen (RTW)

(c) Hendrik Klein

Ein ungewöhnlicher Fund am Straßenrand hat am Sonntagmorgen, 2. August, für einen Großeinsatz von Rettungsdienst und Polizei in Witten gesorgt. Gegen 10:10 Uhr entdeckte die Besatzung eines vorbeifahrenden Rettungswagens zufällig eine verletzte 55-jährige Frau auf einem Parkstreifen an der Pferdebachstraße nahe der Anschlussstelle Witten-Stockum.

Auffindesituation veranlasst Kriminalpolizei zu Ermittlungen

Aufgrund der ungewöhnlichen Fundsituation verständigten die Rettungskräfte umgehend die Polizei. Die 55-Jährige wurde vor Ort erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Nach aktuellem Kenntnisstand erlitt die Frau leichte Verletzungen.

Da die Ermittlungsbehörden zunächst den Verdacht hegten, die Frau sei vorsätzlich von einem Fahrzeug überfahren worden, richtete das Polizeipräsidium Bochum unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Bochum umgehend eine Mordkommission ein.

Entwarnung nach Vernehmung: Kein Tötungsdelikt

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen befragten Kriminalbeamte das Opfer im Krankenhaus zum genauen Geschehensablauf. Dabei klärte sich der Sachverhalt auf: Nach eigener Aussage der Frau wurde sie nicht von einem Auto überfahren, sondern von einem Bekannten körperlich angegriffen und schließlich an der Straße aus dem Fahrzeug gestoßen.

Der anfängliche Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes konnte somit entkräftet werden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zu den genauen Hintergründen der körperlichen Auseinandersetzung.