Zeche Nachtigall startet mit neuer Kunstausstellung und prallem Juni-Programm
Zeche Nachtigall

(c) Sebastian Sendlak

Das Wittener LWL-Museum verbindet Industriekultur, Geologie und Kreativität. Neben Floßbau-Aktionen für Familien locken geführte Touren tief in die historischen Stollen.

Wenn der Sommer das grüne Muttental erobert, verwandelt sich das weitläufige Gelände des LWL-Museums Zeche Nachtigall in Witten in einen lebendigen Erlebnisraum. Zwischen historischen Stollen und alten Industrieanlagen lässt sich im kommenden Monat hautnah entdecken, wie sich Natur und Industriekultur begegnen. Das Team der Zeche Nachtigall hat für den Juni 2026 ein vielseitiges Programm für Entdecker über und unter Tage zusammengestellt.

Auftakt im Mai: Sonderausstellung „IndustrieART-EN“ feiert Eröffnung

Den Startschuss für den Kulturreigen bildet eine hochkarätige Kunst-Premiere: Am Samstag, 30. Mai 2026, öffnet um 14:00 Uhr die neue Sonderausstellung „IndustrieART-EN – Anders denken – anders sehen“ ihre Pforten. Der Fotokünstler Philip Ian Pearce, der Bildhauer Vasilij Plotnikov und der Fotograf Achim Brodde sind in den vergangenen zwei Jahren in sieben Industrieunternehmen des Ennepe-Ruhr-Kreises unterwegs gewesen. Ihre Werke halten Menschen bei der harten Arbeit und moderne technische Fertigungsprozesse fest, um die industrielle Gegenwart mit zeitgenössischer Kunst zu verschmelzen. Die Schau läuft bis zum 13. September 2026. Zur feierlichen Eröffnung am 30. Mai ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an zeche-nachtigall@lwl.org erforderlich.

Floßbau und offenes Schmieden: Der Familiensonntag im Juni

Ein echtes Highlight für den Nachwuchs wartet am Sonntag, 7. Juni 2026, von 11:00 bis 17:00 Uhr. Beim beliebten Familiensonntag steht neben den regulären Museumsangeboten ein kostenloses Mitmachprogramm im Fokus. In diesem Monat konstruieren und bauen die Familien gemeinsam ein echtes Floß. Parallel dazu wird ein offenes Schmieden für Kinder ab 8 Jahren angeboten. Die Teilnahme an den Aktionen ist im regulären Museumseintritt enthalten, die zwingend erforderliche Zeitvergabe für das Schmieden erfolgt direkt am Veranstaltungstag an der Museumskasse.

Alle Juni-Termine und Themenführungen im Überblick:

  • Donnerstag, 4. Juni (14:00 Uhr) & Sonntag, 14. Juni (15:00 Uhr): „Von der Zeche zur Ziegelei“ Eine einstündige, offene Themenführung durch die Dauerausstellung und über das historische Gelände. (Kosten: Regulärer Museumseintritt / Für den 4. Juni ist eine Vorab-Anmeldung erforderlich).

  • Sonntag, 21. Juni (15:00 Uhr): Große Bergwerkstour Eine intensive, spannende Führung durch den Nachtigall- und den Dünkelbergstollen. Geeignet für Erwachsene sowie Kinder ab 10 Jahren. (Kosten: 6 Euro zuzüglich Museumeintritt, Anmeldung erforderlich).

  • Samstag, 27. Juni (15:00 Uhr): Alles aus einem Berg Eine faszinierende geologische Exkursion rund um den geschichtsträchtigen Hettberg. (Kosten: Im Museumseintritt enthalten).

  • Sonntag, 28. Juni (11:00 Uhr): Exklusive Künstlerführung Der Fotokünstler Philip Ian Pearce führt persönlich in einem 90-minütigen Rundgang durch die am Vortag gestartete Sonderausstellung „IndustrieART-EN“. (Kosten: Im Museumseintritt enthalten).

Tägliche Abenteuer unter Tage: Öffentliche Stollenführungen

Wer die Zeche Nachtigall ganz klassisch erleben möchte, kann dies bei den täglichen, rund einstündigen Stollenführungen tun. Die Touren finden von Dienstag bis Freitag jeweils um 11:00, 13:00, 15:00 und 16:30 Uhr statt. Am Wochenende (Samstag und Sonntag) starten die Führungen sogar stündlich zwischen 10:30 und 16:30 Uhr.

Die Kosten betragen für Erwachsene 3 Euro und für Kinder 1,50 Euro (jeweils zzgl. Museumseintritt). Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen unter Tage ist die Gruppengröße auf maximal zehn Personen beschränkt, das Mindestalter liegt bei 6 Jahren. Eine vorherige Reservierung ist für die täglichen Standardführungen nicht möglich – Tickets gibt es solange der Vorrat reicht direkt an der Tageskasse.