
Universiade als Test für ein mögliches Olympia im Ruhrgebiet
(c) Sebastian Sendlak
Die Stadt Essen bringt den Ratsbürgerentscheid zur Beteiligung an der Rhein-Ruhr-Olympiabewerbung auf den Weg. Der Rat hat beschlossen, die Bürgerschaft per Briefwahl am 19. April 2026 über eine mögliche Teilnahme an der gemeinsamen Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 abstimmen zu lassen.
Rund 432.000 Wahlberechtigte erhalten zusammen mit den Unterlagen eine Informationsübersicht. Darin enthalten sind die Positionen der Ratsfraktionen sowie eine Empfehlung des Oberbürgermeisters. Essen würde im Fall einer erfolgreichen Bewerbung mehrere Sportarten ausrichten, darunter Boxen, Schießen, Gewichtheben, BMX-Freestyle, BMX-Racing, Para-Gewichtheben, Para-Sportschießen und Sitzvolleyball.
Die Kosten des Entscheids betragen etwa 1,2 Millionen Euro. Die Stadt trägt rund 180.000 Euro, den Großteil übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.
Die Bewerbung wird von Köln als Leading City angeführt. Im Ruhrgebiet wären neben Essen auch Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Oberhausen sowie Recklinghausen und Herten beteiligt. In allen Kommunen sind eigene Beteiligungsverfahren vorgesehen.
Die Region Rhein-Ruhr hat die zweite Phase im Auswahlverfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes erreicht. Bis Juni 2026 sollen die Bürgerbeteiligungen abgeschlossen sein. Der DOSB will im September 2026 über die nationale Bewerbung entscheiden.
