
Polizei
Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 31-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz, der am Dienstag, den 4. August 2026, im Essener Hauptbahnhof einen Passanten angegriffen und sich fälschlicherweise als Polizeibeamter ausgegeben hat. Bei einer anschließenden Durchsuchung stellten die Einsatzkräfte zudem eine verbotene Waffe sicher.
Streit auf der Rolltreppe und falsche Dienstzugehörigkeit
Gegen 11:40 Uhr wandte sich ein 23-jähriger Mann an die Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof Essen. Er berichtete, auf einer Rolltreppe von einem Unbekannten in den Rücken gestoßen worden zu sein. Der Angreifer habe dabei behauptet, Polizist zu sein.
Die aufgenommene Polizeistreife konnte den 31-jährigen deutschen Staatsbürger zügig ausfindig machen und kontrollieren. Gegenüber den Beamtinnen und Beamten behauptete der Mann unverzüglich erneut, Polizist zu sein, verlangte Respekt und gab im weiteren Verlauf an, der französischen Polizei anzugehören. Einen entsprechenden Dienstausweis oder glaubhafte Nachweise konnte er jedoch nicht vorlegen.
Schlagstock trotz Waffenverbot beschlagnahmt
Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen entdeckten die Einsatzkräfte einen zugriffsbereiten Schlagstock. Die Waffe wurde umgehend beschlagnahmt, da gegen den 31-Jährigen bereits ein behördliches Waffenverbot vorlag.
Nach der Belehrung und der Aufnahme des Sachverhalts erhielten die Einsatzkräfte keine weiteren Angaben zur Sache von dem Wohnungslosen. Da er keine Reiseabsichten vorweisen konnte, sprachen die Bundespolizisten einen Platzverweis für das Bahnhofsgelände aus. Diesem kam der Mann nach, beleidigte die Beamten jedoch beim Verlassen des Bahnhofs. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung, Amtsanmaßung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Beleidigung eingeleitet.
