
Frühe Erkundung der Einsatzleitung Foto: Feuerwehr Essen
(c) Feuerwehr Essen
In Essen-Frillendorf ist am Freitagnachmittag eine 45 mal 20 Meter große Halle eines holzverarbeitenden Betriebs in Brand geraten. Wegen massiver Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung gewarnt.
In Essen ist es am Freitag (20. Februar) zu einem Großbrand gekommen. Gegen 14.40 Uhr meldeten mehrere Anrufer ein Feuer in einem Gewerbegebiet an der Frillendorfer Straße im Stadtteil Frillendorf. Bereits auf der Anfahrt stellten Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung fest. Vor Ort stand eine rund 45 mal 20 Meter große Halle eines holzverarbeitenden Betriebs in Vollbrand. Die Feuerwehr erhöhte frühzeitig auf das Einsatzstichwort „Großbrand“.
Nach Angaben der Feuerwehr drohte das Feuer auf benachbarte Hallen überzugreifen. Die Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte unterteilt. Drei Drehleitern mit Wenderohren, mehrere Wasserwerfer und zahlreiche handgeführte Strahlrohre kamen parallel zum Einsatz.
In der Spitze wurden bis zu 12.000 Liter Wasser pro Minute abgegeben. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung nutzten die Kräfte ein spezielles Hochleistungsfördersystem (HFS). Nach mehreren Stunden gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine Ausbreitung zu verhindern.
Warnung wegen dichter Rauchwolke
Durch das Feuer entstand eine dichte Rauchwolke, die sich in nordöstlicher Richtung über weitere Stadtteile ausbreitete. Betroffen waren unter anderem Stoppenberg, Schonnebeck und Kray.
Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung über das Modulare Warnsystem sowie über Warn-Apps, soziale Medien und Lokalradio. Zeitgleich wurden Messfahrten durchgeführt. Unter Beteiligung des Umweltamtes der Stadt Essen wurde vorsorglich Umweltalarm ausgelöst. Nach Angaben der Einsatzleitung verliefen die Messungen überwiegend unauffällig.
Unterstützung kam auch vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, das ein spezielles Messfahrzeug entsandte.
Große Teile der Halle brannten vollständig aus. Um verbliebene Glutnester freizulegen, wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Mit schwerem Räumgerät öffneten Einsatzkräfte die Brandstellen, um sie gezielt abzulöschen.
Eine neu beschaffte Drohne unterstützte die Maßnahmen aus der Luft. Sie lieferte Wärmebilder, half bei der Schadstoffmessung und leuchtete die Einsatzstelle aus.
Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
85 Kräfte vor Ort
In der Spitze waren rund 85 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Umweltamt, THW und weiteren Behörden im Einsatz. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr übernahmen im Verlauf des Abends Ablösungen und stellten den Grundschutz an verwaisten Wachen sicher.
Gegen 23.30 Uhr wurden die Maßnahmen vor Ort beendet. In der Nacht waren Kontrollfahrten vorgesehen, um ein Wiederaufflammen auszuschließen. Die Frillendorfer Straße blieb während des Einsatzes voll gesperrt.
Zur Brandursache ermittelt die Polizei Essen.
