
Rettungswagen (RTW)
(c) Hendrik Klein
Nach einer Flucht vor der Polizei ist es auf der Autobahn zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Auf der Bundesautobahn 40 ist es am Samstagvormittag zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gekommen. Der Unfall ereignete sich gegen 10.06 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Essen-Kray. Nach Angaben der Polizei waren drei Fahrzeuge beteiligt. Vier Menschen, darunter ein Kleinkind, erlitten leichte Verletzungen. Die Autobahn musste mehrere Stunden vollständig gesperrt werden.
Fahrzeug entzog sich zuvor Polizeikontrolle
Den Ermittlungen zufolge war ein grauer Pkw der Marke Mercedes-Benz zuvor Polizeibeamten im Stadtgebiet von Düsseldorf aufgefallen. Als Einsatzkräfte der Polizeiwache Mörsenbroich das Fahrzeug kontrollieren wollten, setzte der Fahrer seine Fahrt fort und missachtete dabei mehrere rote Ampeln.
Die Beamten verloren zunächst den Sichtkontakt. Kurz darauf entdeckte eine Streife der Autobahnpolizei das Fahrzeug auf der Bundesautobahn 52 in Richtung Essen und nahm die Verfolgung auf.
Während der Fahrt kam es zu mehreren gefährlichen Situationen, darunter ein Beinaheunfall mit einem Lastwagen sowie eine Kollision mit einer Betonschutzwand. Aufgrund der Gefährdung brachen die Einsatzkräfte die Verfolgung schließlich ab.
Kollision beim Auffahren auf die Autobahn
Wenig später kam es beim Auffahren auf die Bundesautobahn 40 an der Anschlussstelle Essen-Kray zum Zusammenstoß mit zwei Fahrzeugen auf der Hauptfahrbahn.
Vier Personen wurden dabei leicht verletzt. Ein Kleinkind und eine 36-jährige Frau aus Essen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Der Fahrer des flüchtigen Wagens, ein 44-jähriger Mann aus Düsseldorf, wurde zunächst mit mutmaßlich schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass er nur leicht verletzt war.
Mehrere Strafverfahren eingeleitet
Nach ersten Erkenntnissen steht der Mann im Verdacht, ohne gültige Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss berauschender Mittel gefahren zu sein. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und wegen Verkehrsunfallflucht. Zudem ordneten die Beamten eine Blutprobe an.
Für die Unfallaufnahme und Reinigungsarbeiten wurde die Bundesautobahn 40 in Fahrtrichtung Dortmund mehrere Stunden gesperrt. Erst gegen 16.30 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Während der Sperrung kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Die Ermittlungen dauern an.
