
Beatles-Fieber in der Gruga
(c) Sebastian Sendlak
Genau 60 Jahre und einen Tag nach dem legendären Auftritt der Fab Four in Essen feierten 600 Fans ein emotionales Open-Air-Konzert im Grugapark.
Das historische Konzert der Beatles in der Essener Grugahalle jährt sich in diesem Sommer zum 60. Mal. Am Freitag, den 26. Juni 2026, brachte die Tribute-Band „Get Back“ die unvergänglichen Songs der Pilzköpfe zurück nach Rüttenscheid. Trotz extremer Sommerhitze von 38 Grad Celsius bei Konzertbeginn strömten rund 600 Gäste in die Konzertmuschel des Grugaparks, um das geschichtsträchtige Jubiläum gebührend zu feiern. Während die Originale im Jahr 1966 im Rahmen ihrer „Bravo Blitz Tournee“ nur knackige 33 Minuten auf der Bühne standen, lieferte die Coverband eine zweieinhalbstündige Liveshow ab. Das textsichere Publikum verwandelte die grüne Parkanlage unter der Kuppel rasch in eine stimmungsvolle Tanzfläche.
Zeitzeugen im emotionalen Austausch und eine weite Anreise
Unter den Besuchern befanden sich auch einige Zeitzeugen, die das Originalkonzert vor sechs Jahrzehnten live miterlebt hatten und in den Pausen in Erinnerungen schwelgten. Die Anziehungskraft des Events reichte dabei weit über das Ruhrgebiet hinaus; so reiste ein treuer Fan extra vom Bodensee an, um das Spektakel mitzuerleben. Ein besonders bewegender Moment des Abends spielte sich abseits der Hauptbühne ab: Der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ermöglichte einem schwerkranken Patienten den Besuch des Konzerts. Der Mann erhielt persönliche Autogramme der Band und tanzte trotz seines Rollstuhls gemeinsam mit seiner Ehefrau zu den zeitlosen Klassikern aus Liverpool.
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Ehrliche Rockmusik ohne Perücken begeistert das Ruhrgebiet
Die sechs Musiker von „Get Back“, die aus Essen, Bochum und Gelsenkirchen stammen, verzichten bewusst auf billige Perücken und künstliche Effekthascherei. Frontmann Ralf Koyro zeigte sich nach dem Auftritt sichtlich überwältigt von der Resonanz der Fans. Er betonte, es sei Wahnsinn, wie das Publikum trotz der enormen Hitze mitgefeiert habe. Für die Formation, die in den vergangenen Jahren bereits die Zeche Bochum füllte und beim Zeltfestival Ruhr auftrat, schloss sich mit diesem Open-Air-Spektakel ein ganz besonderer Kreis an der traditionsreichen Grugahalle.
