Drei neue Straßennamen auf dem Berger Feld
Frank Baumann, OB Andrea Henze und Olaf Thon

(c) Karsten Rabas/FC Schalke 04

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie am Dienstag, den 4. August 2026, haben die Stadt Gelsenkirchen und der FC Schalke 04 drei Wege auf dem Berger Feld nach prägenden Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte benannt. Der Christine-Schuermann-Weg, der Rolf-Rüssmann-Weg und der Willi-Koslowski-Weg würdigen das außergewöhnliche Engagement dreier Menschen, die Königsblau sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits des Rasens nachhaltig geprägt haben.

Der Benennung ging ein Wunsch des Vereins an die Stadtverwaltung voraus, dem die Bezirksvertretung Gelsenkirchen-Ost und der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss mit entsprechenden Beschlüssen folgten. An der Zeremonie nahmen Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Angehörige der geehrten Familien, Sportvorstand Frank Baumann sowie ehemalige Weggefährten wie Klaus Fischer, Helmut Kremers und Olaf Thon teil, der die Laudatio hielt.

Die geehrten Persönlichkeiten und ihre Wege

  • Christine Schuermann: Sie hielt den heutigen FC Schalke 04 (damals Westfalia Schalke) während des Ersten Weltkriegs aufrecht. Als ihr Ehemann Robert Schuermann 1916 zum Militär einberufen wurde, übernahm die 25-Jährige formale Vereinsaufgaben, organisierte Wohltätigkeitsspiele, wusch Trikots und hielt Kontakt zu den Spielern an der Front. Sie verstarb 1918 im Alter von 27 Jahren. Der südliche Teil des Ernst-Kuzorra-Wegs wurde in Christine-Schuermann-Weg umbenannt.

  • Rolf Rüssmann: Der 20-fache Nationalspieler wechselte 1969 nach Schalke, bestritt 375 Pflichtspiele (46 Tore) und feierte Erfolge wie den DFB-Pokalsieg 1972 sowie zwei Vizemeisterschaften. Der 2009 verstorbene Abwehrspieler der Schalker Jahrhundertelf wird durch den Verbindungsweg zwischen dem Stan-Libuda-Weg und dem ehemaligen Parkstadion geehrt.

  • Willi Koslowski: „Der Schwatte“ wurde 1958 mit Schalke Deutscher Meister, erzielte in 265 Pflichtspielen 88 Tore und schoss 1963 das erste Bundesligator des Vereins. Nach seiner aktiven Zeit arbeitete der 2024 verstorbene Koslowski jahrelang auf der Geschäftsstelle. Der Willi-Koslowski-Weg verbindet nun den Stan-Libuda-Weg mit dem Christine-Schuermann-Weg.

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Schalkes Sportvorstand Frank Baumann betonten im Rahmen der Einweihung die Vorbildfunktion der Geehrten und die Bedeutung ihrer verdienten Würdigung direkt im Umfeld des Vereinsgeländes.