
U-Bahn Brand – Übung
(c) Feuerwehr Gelsenkirchen
Ein schwerer Brand in einer unterirdischen Haltestelle stellt Rettungs- und Einsatzkräfte vor immense logistische und taktische Herausforderungen: Die Feuerwehr Gelsenkirchen hat in der vergangenen Nacht im Rahmen einer groß angelegten Vollübung genau dieses Szenario erprobt.
Schauplatz des nächtlichen Einsatzes war die U-Bahn-Station „Consolidation“, in der ein Brandausbruch mit insgesamt 21 verletzten Personen simuliert wurde.
Um den Ablauf unter realistischen Einsatzbedingungen zu testen, kamen eigens geschminkte Verletztendarstellerinnen und Verletztendarsteller zum Einsatz. Zudem wurde ein U-Bahn-Zug im Tunnelbereich speziell für die Brand- und Rauchentwicklung präpariert. Dadurch mussten die Trupps unter schwerem Atemschutz im verrauchten Schachtbereich vorgehen, die Personenrettung einleiten und vor Ort eine strukturierte Patientenablage aufbauen.
Nahtlose Rettungskette bis in die Notaufnahmen der Kliniken
Neben den Einheiten der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen waren auch überörtliche Einheiten eng in das Geschehen eingebunden. Um die reguläre Notfallversorgung der Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt zu gefährden, wurden hierfür keine Kräfte des Regeldienstes abgezogen; die rettungsdienstliche Einsatzbereitschaft im Stadtgebiet blieb während der gesamten Nacht lückenlos gewährleistet.
Ein zentraler Bestandteil des Übungskonzepts war die Einbindung umliegender Krankenhäuser: Geprobt wurde die vollständige Kette von der Erstversorgung im Stationsbereich über den Weitertransport bis hin zur Übergabe und Weiterbehandlung in den Notaufnahmen der Kliniken. Zahlreiche Übungsbeobachter begleiteten den gesamten Ablauf, dokumentierten Schnittstellen und Schnittmengen der beteiligten Akteure und werten die Erkenntnisse nun detailliert aus, um die bestehenden Einsatzpläne im Stadtgebiet weiter zu optimieren.
Die Übungsleitung zog unmittelbar nach Übungsende ein positives erstes Fazit: Das komplexe Szenario unter Tage verlief planmäßig und belegte das abgestimmte, reibungslose Zusammenwirken aller beteiligten Rettungsorganisationen und medizinischen Einrichtungen.
