
Beleuchtung „blaues Band“ auf der Kurt-Schumacher-Straße
(c) Gerd Kaemper / Stadt Gelsenkirchen
Lichtinstallation „Blaues Band“ leuchtet jetzt durchgehend bis zur Arena auf Schalke
Ein leuchtendes Versprechen zur Bundesliga-Rückkehr eingelöst: Das „Blaue Band“ in Gelsenkirchen ist vollendet. Nach dem Startschuss entlang der Schalker Meile im Jahr 2020 wurde nun der letzte Bauabschnitt entlang der Kurt-Schumacher-Straße von der Uferstraße bis zur Arena feierlich in Betrieb genommen. Die symbolische Eröffnung fand auf dem Dach der Gelsenwasser AG statt – pünktlich vor dem ersten Heimspiel des FC Schalke 04.
Oberbürgermeisterin Andrea Henze erinnerte an die Zusage, die Stadt, Land und die Stiftung Schalker Markt im vergangenen Dezember formuliert hatten: Bei einem geglückten Wiederaufstieg der Königsblauen sollte die Lichtachse bis ans Stadion verlängert werden. Mit dem sportlichen Erfolg im Mai hielt auch die Kommune Wort. Zur Einweihung reiste NRW-Heimat- und Städtebauministerin Ina Scharrenbach persönlich an und übergab einen Förderbescheid über 1,4 Millionen Euro. Die Mittel fließen neben dem Lichtprojekt in weitere Strukturmaßnahmen im Programmgebiet Schalke-Nord, darunter Machbarkeitsstudien für das Haus der Vereine und die Kirche St. Joseph, die Aufwertung der Unterführungen an der Berliner Brücke sowie die Sanierung von Sport- und Spielflächen.
Verbindung von Tradition und Moderne über 300 LED-Stationen
Durch den Lückenschluss erstreckt sich die königsblaue Lichtspur nun auf fünf Kilometern Länge als optische Verbindung quer durch die Stadt. Mehr als 300 moderne LED-Leuchten säumen die Kurt-Schumacher-Straße und verknüpfen zentrale Landmarken: vom Musiktheater im Revier über St. Joseph, den Schalker Markt und die traditionsreiche Kampfbahn Glückauf bis zum modernen Fußballtempel auf dem Berger Feld.
Für Olivier Kruschinski, Vorstand der initiierenden Stiftung Schalker Markt, wie auch für Schalke-Vorstandschef Matthias Tillmann besitzt das Projekt eine tiefe identitätsstiftende Kraft: Die Route führt von der historischen Wiege des Vereins, geprägt von Malochern und Bergbau, direkt zur heutigen Spielstätte und visualisiert die unauflösbare Einheit zwischen Club und Stadtgesellschaft.
Die Gesamtkosten der Lichtinstallation belaufen sich auf knapp 170.000 Euro, finanziert aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem Eigenanteil von 72.000 Euro, den die Stadt Gelsenkirchen und die Stiftung Schalker Markt gemeinsam trugen. Die Realisierung der letzten 40 Leuchten sicherten Patenschaften der vier regionalen Partner Gelsenwasser, GELSEN-NET, Erenja und AGG, während die Emscher Lippe Energie GmbH (ELE) die technische Montage übernahm.
