
Die sogenannte Engelsburg an der Kurt-Schumacher-Straße. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen (c) Gerd Kaemper
Mit der „Stadtperspektive 2032“ will Gelsenkirchen zentrale Herausforderungen wie Wohnungsmarkt, Strukturwandel und Wirtschaftsentwicklung angehen. Kommune, Land und Partner bündeln dafür ihre Kräfte.
Die „Stadtperspektive Gelsenkirchen 2032“ erweitert eine bestehende Zusammenarbeit zwischen Kommune und Land. Beteiligt ist unter anderem das nordrhein-westfälische Kommunalministerium. Auch regionale Akteure aus Wirtschaft und Sport wirken mit. Ziel ist eine langfristige Stabilisierung der Stadtentwicklung. Schwerpunkte liegen auf dem Wohnungsmarkt, der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Klimaschutz. Erste Maßnahmen laufen bereits seit mehreren Jahren.
Breites Bündnis für Stadtentwicklung
Neben der Stadt und dem Land engagieren sich verschiedene Partner in dem Prozess. Dazu gehört auch der FC Schalke 04 sowie die IHK Nord Westfalen. Ergänzt wird das Bündnis durch Handwerksorganisationen und Arbeitgeberverbände aus der Region.
Die Zusammenarbeit soll bestehende Strukturen stärken und neue Impulse für die Stadtentwicklung setzen. Ziel ist eine abgestimmte Strategie über mehrere Jahre.
Wohnungsmarkt im Fokus
Ein zentraler Baustein bleibt die Neuordnung des Wohnungsmarktes. Nach aktuellen Planungen sollen rund 3.000 überschüssige Wohneinheiten und Problemimmobilien abgebaut werden.
Die frei werdenden Flächen sollen anschließend neu genutzt werden. Seit 2022 wurden dafür rund 30 Millionen Euro eingesetzt. Bisher konnten 73 Gebäude mit insgesamt 380 Wohneinheiten angekauft werden. 14 Gebäude wurden bereits zurückgebaut.
Neue Flächen für Wirtschaft und Arbeit
Erstmals rückt auch die wirtschaftliche Entwicklung stärker in den Mittelpunkt. Die durch Rückbau entstehenden Flächen sollen gezielt für Unternehmen, Handwerk und Industrie entwickelt werden.
Damit verfolgt die Stadt das Ziel, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Standort langfristig zu stärken. Die Initiative verbindet damit städtebauliche Maßnahmen mit wirtschaftspolitischen Ansätzen.
Klimaschutz als Leitprinzip
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klimafreundlichen Transformation. Rückbau, Neubau und Sanierung sollen konsequent unter Umweltaspekten umgesetzt werden.
Dazu zählen unter anderem Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft. Die „Stadtperspektive 2032“ setzt damit auf eine integrierte Entwicklung, die ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander verknüpft.
