Gelsenkirchener Unternehmertreff setzt Impulse für den Gesundheitsstandort
v.l.: Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, Moderator Frank Bürgin, Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Stadtrat Simon Nowack

Foto Uwe Jesiorkowski

Wie kann die Gesundheitswirtschaft zum Innovationstreiber für eine ganze Region werden? Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz, Forschung und neue Kooperationen für die Arbeitswelt von morgen? Mit diesen zukunftsweisenden Fragen beschäftigte sich der diesjährige Gelsenkirchener Unternehmertreff im Rahmen von „Campus meets Business“ an der Westfälischen Hochschule.

Gemeinsam hatten die Hochschule und die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen zum traditionellen Forschungsaperitif mit anschließendem Unternehmertreff eingeladen. Rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Stadtgesellschaft nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch und Networking auf dem Campus.

Karrieretag und Ideenwettbewerb am Mittag

Bereits am Mittag hatte der vorgelagerte Karrieretag zahlreiche Studierende und Betriebe zusammengebracht. Mehr als 60 regionale Unternehmen präsentierten sich als potenzielle Arbeitgeber und kamen mit den Nachwuchskräften über Praktika, Abschlussarbeiten und konkrete Karriereperspektiven ins Gespräch. Ergänzt wurde das vielseitige Tagesprogramm durch die „Andersmacher*-Arena“ sowie den Ideenwettbewerb „Festival der Visionen“, der besonders innovative Ansätze mit Geldpreisen auszeichnet.

Der anschließende Forschungsaperitif bot den Gästen die Möglichkeit, aktuelle wissenschaftliche Projekte der Hochschule hautnah kennenzulernen. In einer Posterausstellung präsentierten Forscherinnen und Forscher ihre Arbeit und kamen mit Unternehmern und Studierenden direkt ins Gespräch. So wurde greifbar erlebbar, wie aus Theorie konkrete Lösungen und neue wirtschaftliche Partnerschaften entstehen können.

Spitzen-Talk zur Zukunft der Gesundheitswirtschaft

Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema „Gemeinsam gesund wachsen: Impulse für den Gesundheitsstandort Gelsenkirchen“. In Impulsvorträgen und einer anschließenden Diskussionsrunde beleuchteten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft die Chancen der Gesundheitswirtschaft als bedeutenden Zukunftssektor für das gesamte Ruhrgebiet. Diskutiert wurden unter anderem innovative Ansätze für die betriebliche Gesundheit, die Potenziale Künstlicher Intelligenz in Unternehmen sowie die fundamentale Bedeutung enger Netzwerke zwischen Forschung und Praxis.

Zum Auftakt des Unternehmertreffs begrüßten Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Stadtrat Simon Nowack sowie der Präsident der Westfälischen Hochschule, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, und Vizepräsident Prof. Dr. Michael Brodmann die Gäste mit einem gemeinsamen Blitztalk. Dabei hoben sie die Notwendigkeit einer engen Verzahnung hervor.

„Die Gesundheitswirtschaft ist ein Zukunftsfeld mit großer Bedeutung für Gelsenkirchen – wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir in Gelsenkirchen Orte schaffen, an denen Ideen, Forschung und Menschen miteinander ins Gespräch kommen“, betonte Oberbürgermeisterin Andrea Henze. Wirtschaftsförderungsdezernent Simon Nowack und Prof. Dr. Bernd Kriegesmann pflichteten ihr bei und lobten das Format als ideale Plattform, um gemeinsam Perspektiven für die Region zu entwickeln.

Wolf-von-Reis-Aktorenpreis geht an Ulrich Nickel

Ein feierlicher Höhepunkt des Abends war die Verleihung des renommierten Wolf-von-Reis-Aktorenpreises, mit dem besonderes Engagement für die Entwicklung der Emscher-Lippe-Region als Zukunftsstandort gewürdigt wird. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Erica-und-Wolf-von-Reis-Stiftung gestiftet.

Überreicht wurde die namhafte Auszeichnung durch FC Schalke 04-Vorständin und Laudatorin Christina Rühl-Hamers an Ulrich Nickel. Der Geschäftsführer und Unternehmer engagiert sich mit der 2013 gegründeten Nickel-Stiftung nachhaltig für soziale, bildungsbezogene und gesellschaftliche Projekte im Ruhrgebiet. Die Stiftung fördert unter anderem Studien- und Ausbildungsstipendien, unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche und stärkt ehrenamtliche Initiativen, die unmittelbar zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region beitragen.