
v. l. n. r.: Thomas Jablonski (stellvertretender Referatsleiter Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen), Beni Veltum (Künstler), Daniel Schacht (1. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst e.V.), Dr. Constantin Verse (2. Vorsitzender), Konstantin Noll (City-Manager Gelsenkirchen-Horst)
(c) Martin Schmüdderich
Zehn Monate nach der Aufstellung ist der bewusste Oxidationsprozess der Metallbuchstaben am Gelsenkirchener Josef-Büscher-Platz abgeschlossen. Die Skulptur von Beni Veltum gilt nun als offiziell fertiggestellt und soll Impulse für den Stadtteil setzen.
Ein Kunstwerk im ständigen Wandel hat im Gelsenkirchener Norden seinen vorläufigen Zielpunkt erreicht. Seit rund zehn Monaten prägt der markante Schriftzug „HORST“ den Josef-Büscher-Platz unmittelbar gegenüber von Schloss Horst als sichtbares Zeichen für Identität und Strukturwandel. Nun hat der von Anfang an bewusst eingeplante Oxidationsprozess der massiven Metallbuchstaben den gewünschten Umfang erreicht. Die charakteristische rostbraune Oberfläche ist voll ausgeprägt, was die Projektbeteiligten zum Anlass nahmen, das vollendete Werk offiziell vorzustellen.
Kunst im Wandel: Wenn Wasser das Design vollendet
Die Skulptur – bestehend aus einem wuchtigen Betonblock und aufgesetzten Metallbuchstaben – wurde vom Künstler Beni Veltum als prozesshaftes Kunstobjekt und moderner Fotospot konzipiert. Erst durch die natürlichen Witterungseinflüsse und den permanenten Kontakt mit Regenwasser entwickelte das Metall nach und nach seine raue, rostfarbene Patina. Damit ist ein zentraler Kern der künstlerischen Idee nun Realität geworden.
„Wir wollten ein starkes, selbstbewusstes Zeichen für Horst schaffen – eines, das mit der Zeit wächst und an Ausdruck gewinnt. Dass der Schriftzug nun genau diesen gewünschten Zustand erreicht hat, freut uns besonders“, erklärt Daniel Schacht, 1. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst e.V., der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat.
Startschuss für eine städtebauliche Aufwertung?
Schon im vergangenen Jahr zeigte sich, dass die Skulptur von den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil hervorragend als neuer Identifikationspunkt und Fotomotiv angenommen wird. Geht es nach den Initiatoren, soll der Schriftzug jedoch erst der Anfang für größere Veränderungen im Quartier sein. „Die Skulptur könnte mittelfristig auch den Startschuss für eine umfassende Neugestaltung des Josef-Büscher-Platzes geben“, blickt Dr. Constantin Verse, 2. Vorsitzender des Vereins, voraus. Das Objekt zeige eindrucksvoll, welches städtebauliche Potenzial in diesem zentralen Ort schlummere.
Auch vonseiten der Stadtverwaltung erntet das Projekt viel Lob. Ermöglicht wurde die Umsetzung durch eine enge Kooperation von Zukunft Horst e.V. und der städtischen Wirtschaftsförderung. Dr. Uta Willim, Referatsleiterin der Wirtschaftsförderung, betont den nachhaltigen Mehrwert für den lokalen Handel: „Der Schriftzug wertet den Josef-Büscher-Platz sichtbar auf. Als neuer Anziehungspunkt erhöht er die Besucherfrequenz, bringt mehr Leben in den öffentlichen Raum und setzt wichtige Impulse für den lokalen Einzelhandel.“
Ein authentischer Orientierungspunkt
Für das Quartiersmanagement vor Ort fügt sich die rohe Materialität perfekt in das Flair des Ruhrgebiets ein. „Der Schriftzug ist inzwischen zu einem echten Orientierungspunkt geworden. Mit der finalen Ausprägung durch die Oxidation bekommt er nun genau die Authentizität, die ihn so besonders macht“, bilanziert Konstantin Noll, City-Manager von Gelsenkirchen-Horst.
Mit der offiziellen Vorstellung ist die temporäre Gestaltungsphase der Skulptur im öffentlichen Raum formal abgeschlossen. Das dauerhafte Symbol für den Stadtteil ist damit offiziell in die Hände der Bürgerinnen und Bürger übergeben worden. Interessierte und Besucher sind ab sofort eingeladen, den Schriftzug in seiner finalen Optik zu begutachten und als Kulisse für Erinnerungsfotos zu nutzen.
