Spatenstich für Gesamtschule auf Consol
Zeche Consolidation, Gelsenkirchen

Auf dem Areal der ehemaligen Zeche Consolidation entsteht eine sechszügige Gesamtschule als Meilenstein der Gelsenkirchener Schulbauoffensive.

Auf dem traditionsreichen Zechengelände Consolidation in Gelsenkirchen-Bismarck entsteht in den kommenden Jahren eine moderne Bildungseinrichtung. Mit dem feierlichen ersten Spatenstich haben die Bauarbeiten für die neue, sechszügige Gesamtschule im CONSOL-Park offiziell begonnen. Das Projekt gilt als zentraler Baustein der städtischen Schulbauoffensive auf einer geschichtsträchtigen Industrie- und Kulturfläche. Realisiert wird das anspruchsvolle Vorhaben über eine eigens gegründete Projektgesellschaft unter Beteiligung der RAG-Stiftung und der Essener Kruse GmbH. Die Übergabe des fertigen Schulkomplexes an die Kommune ist für den Sommer 2029 vorgesehen.

Bildungsoffensive auf historischem Bergbaugelände

Oberbürgermeisterin Andrea Henze bezeichnete den Baubeginn als enorm wichtigen Meilenstein für die gesamte Stadtentwicklung. Eine Stadt, die Schulen baue, gestalte und investiere gezielt in ihre eigene Zukunft, betonte die Verwaltungschefin vor Ort. Man wolle allen Kindern die bestmögliche Infrastruktur für deren individuelle Bildungsbiografien und Aufstiegschancen bereitstellen. Für den Stadtteil Bismarck verbinde das Neubauprojekt die industrielle Vergangenheit harmonisch mit der Zukunft und stehe exemplarisch für den vollzogenen Strukturwandel.

Auch Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung, hob die symbolische wie wirtschaftliche Tragweite des Engagements hervor. Die Stiftung finanziere aus ihren Erträgen die Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlenbergbaus und sehe in dem Schulbau eine sinnvolle Kapitalanlage. Wo früher Kohle gefördert worden sei, werde künftig Wissen wachsen, erklärte Tönjes beim Spatenstich. Prokurist Vincent Kruse lobte seinerseits die zügige Zusammenarbeit mit den Behörden, wodurch die Realisierung ohne Verzögerungen voranschreite und die ersten Klassen termingerecht im August 2029 einziehen könnten.

Cluster-Konzept und höchste Nachhaltigkeitsstandards

Architektonisch knüpft der Entwurf mit einer Kombination aus Klinkerriemchen und rötlichen Akzenten bewusst an das denkmalgeschützte Industrieumfeld an. Im Inneren setzt der vollkommen barrierefreie Neubau auf das moderne Prinzip einer Clusterschule mit flexibel gestaltbaren Jahrgangsbereichen. Ein lichtdurchflutetes Atrium, eine teilbare 1,5-fach-Sporthalle sowie eine Mensa mit eigener Küche und Bühne für 270 Personen prägen das Raumkonzept. Großzügige Verglasungen schaffen eine offene Atmosphäre für kooperative Lernformen, Teamarbeit und konzentrierte Einzelarbeit.

Gleichzeitig erfüllt das Bauwerk höchste energetische Vorgaben und strebt die Zertifizierung nach dem Standard DGNB Gold an. Eine leistungsstarke Photovoltaikanlage, moderne Wärmerückgewinnungssysteme und nachhaltige Baustoffe minimieren den ökologischen Fußabdruck dauerhaft. Nach dem geplanten Bauende im Juli 2029 soll das Gebäude nicht nur als Schule dienen, sondern auch als lebendiger Treffpunkt für das gesamte Quartier fungieren.