Autobahnmeisterei Hagen: Arbeiten im Dreieck von A1, A43, A44 und A45
Autobahnmeisterei Hagen

(c) Autobahn GmbH des Bundes / Westfalen

Zwischen Ruhrgebiet und Bergischem Land betreut die Autobahnmeisterei Hagen ein hochfrequentiertes Netz mit zahlreichen Kreuzen, Anschlussstellen und Brücken.

Die Autobahn Westfalen ist für Betrieb, Planung und Bau der Autobahnen zwischen Leer und Gießen zuständig. 18 Autobahnmeistereien sichern den laufenden Verkehr und unterhalten Rastanlagen sowie technische Infrastruktur. Eine davon ist die Autobahnmeisterei Hagen. Ihr Revier gilt als besonders komplex. Neben stark belasteten Strecken prägen zahlreiche Kreuzungsbauwerke den Arbeitsalltag.

148 Kilometer Autobahn und sechs Kreuze

Das Zuständigkeitsgebiet der Hagener Meisterei umfasst 148 Autobahnkilometer. Dazu zählen Abschnitte der Bundesautobahn 1, Bundesautobahn 43, Bundesautobahn 44 (heute in Teilen als Bundesautobahn 448 geführt) sowie der Bundesautobahn 45.

Sechs Autobahnkreuze, 16 Anschlussstellen, zwei Tank- und Rastanlagen, sechs PWC-Anlagen sowie 271 Brückenbauwerke gehören zum Aufgabenbereich. Die betreuten Strecken liegen unter anderem in Hagen, Witten, Bochum, Dortmund, Wuppertal und Schwerte.

Mit knapp 196 Gesamtkilometern – inklusive Auf- und Abfahrten – liegt die Meisterei innerhalb der Niederlassung Westfalen auf Rang zwei. Reine Strecke macht dabei nur einen Teil aus. Ein Großteil entfällt auf die Verflechtungen in Kreuzungsbereichen.

Baustellen und Brücken prägen den Alltag

Die Verkehrsbelastung im Hagener Dreieck ist hoch. Pendlerströme ins Ruhrgebiet treffen auf Transitverkehr, insbesondere auf der A1. Gleichzeitig laufen zahlreiche Bau- und Erhaltungsmaßnahmen.

Viele Brückenbauwerke müssen verstärkt oder ersetzt werden. Am nördlichen Ende der A45 stehen mehrere Projekte an. Auch drei Autobahnkreuze sollen aus- oder umgebaut werden. Im Bereich Westhofen haben erste Arbeiten begonnen. Am Kreuz Wuppertal laufen vorbereitende Maßnahmen.

Die Vielzahl an Bauwerken und Verkehrsführungen erhöht die Anforderungen an den Betriebsdienst. Hinzu kommen topografische Unterschiede zwischen Ruhrgebiet und Bergischem Land, die im Winter zu wechselnden Wetterlagen führen.

Teamarbeit und Integration

Geleitet wird die Meisterei von Christoph Heer. Zum Team gehören erfahrene Kräfte ebenso wie Quereinsteiger. Streckenwart Thomas Lettau ist seit mehr als vier Jahrzehnten im Dienst und kennt die Besonderheiten der Anlage.

Flexibilität zeigt sich auch im Umgang mit persönlichen Lebenssituationen. Ein langjähriger Mitarbeiter, der nach einem Unfall nicht mehr im Außendienst arbeiten kann, ist heute im Innendienst tätig. Zwei Frauen arbeiten im Betriebsdienst, unter anderem in der Bauwerksüberwachung. Teilzeitmodelle ermöglichen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Nachwuchs als zentrale Herausforderung

Wie viele technische Berufe steht auch der Straßenwärter vor Nachwuchsproblemen. Die Meisterei sucht geeignete und motivierte Auszubildende, die sich für einen anspruchsvollen Arbeitsalltag interessieren.

Der Teamgedanke reicht über den Dienst hinaus. Beim jährlichen Spiel- und Sportfest der Autobahn Westfalen tritt die Belegschaft gemeinsam mit der Außenstelle Hagen als Mannschaft an.