Bahn bereitet Generalsanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln vor
Hagen Hautbahnhof

(c) DB AG / Axel Hartmann

Die Bahn startet Ende Dezember mit Vorarbeiten für die umfassende Generalsanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Die Maßnahmen laufen vom 26. Dezember 2025 bis zum 2. Januar 2026 und dienen der Vorbereitung für den Baustart im Februar. Entlang der Strecke stehen Vegetationsarbeiten und Kampfmittelsondierungen an. Spezialteams bohren dabei Löcher in den Boden, um mögliche Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg auszuschließen.

Während der Arbeiten kommt es zu deutlichen Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr. Im Nahverkehr greifen die Verantwortlichen auf Ersatzbusse und Umleitungen zurück. Mehrere Linien sind betroffen. Die RE 4 sowie die RE 13 werden zwischen Düsseldorf und Hagen umgeleitet; Halte in Schwelm und Ennepetal entfallen. Die RE 7 verkehrt nicht zwischen Köln Messe/Deutz und Hagen. Ersatzbusse verbinden Leverkusen, Solingen und Wuppertal. Auch die RE 49 und die RB 48 fallen auf Teilabschnitten aus. Die S-Bahnen sind ebenfalls betroffen. Die S 7 wird durch Busse ersetzt, die S 8 fährt nur eingeschränkt, und die S 9 lässt einzelne Halte aus. Die S 28 endet in Vohwinkel.

Im Fernverkehr werden Züge zwischen Köln und Dortmund über Düsseldorf geführt oder fallen vollständig aus. Halte in Solingen, Wuppertal und Hagen entfallen während der gesamten Vorarbeitsphase.

Mit der Generalsanierung reagiert die Bahn auf den hohen Verschleiß der stark befahrenen Achse. Zwischen Februar und Juli 2026 werden über 80 Kilometer Gleis, 28 Weichen und rund 30 Kilometer Oberleitung erneuert. Zudem entstehen fast vier Kilometer neue Schallschutzwände. Zwölf Bahnhöfe erhalten eine grundlegende Modernisierung, darunter Leverkusen-Manfort, Schwelm, Ennepetal und der Wuppertaler Hauptbahnhof. Im Mittelpunkt stehen Barrierefreiheit und eine zeitgemäße Gestaltung.

Die Bahn will die Leistungsfähigkeit der Verbindung steigern und den Betrieb stabiler machen. Während die Arbeiten an Bahnhöfen über den Sommer 2026 hinaus fortgesetzt werden, sollen die Sanierungen entlang der Strecke gebündelt und in einem kompakten Zeitraum abgeschlossen werden.