Feuerwehr Hagen trainiert Ernstfall am Güterbahnhof Vorhalle
Feuerwehrübung

(c) Feuerwehr Hagen

Die Feuerwehr Hagen hat am Samstag auf dem Güterbahnhof in Vorhalle eine umfangreiche Einsatzübung durchgeführt. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn trainierten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr ein Szenario, das im Alltag selten vorkommt, aber große Folgen haben kann: eine Leckage an einem mit Salpetersäure beladenen Güterwaggon.

Nach dem angenommenen Austritt waren zehn Menschen verletzt. Statisten stellten die Betroffenen dar und wurden entsprechend geschminkt. Die Alarmierung erfolgte wie bei einem realen Einsatz, die diensthabenden Kräfte der beiden Berufsfeuerwehr-Wachen rückten gemeinsam mit Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus. Um den Grundschutz in der Stadt sicherzustellen, wurden die Wachen parallel durch weitere Freiwillige besetzt. Der Regelrettungsdienst war bewusst nicht eingebunden, um den Übungsablauf zu konzentrieren.

Besonderes Augenmerk lag auf dem sogenannten „Löschzug“ der Bahn. Auf diesem stehen ein Tanklöschfahrzeug, ein Abrollbehälter für Umweltschutz und ein Kesselwagen mit Löschwasser bereit. Die Einheit kann im Ernstfall per Lok an die Einsatzstelle gebracht werden. So lässt sich Material über große Gleisflächen transportieren, ohne die Ausrüstung tragen zu müssen.

Mehrere Stunden lang arbeiteten die beteiligten Kräfte an der Übungslage. Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen waren beteiligt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und sollen in bestehende Konzepte einfließen.