
(c) Michael Scheuermann
Vor 3.017 Zuschauern in der Ischelandhalle setzt sich Phoenix Hagen mit 94:80 gegen die Tigers Tübingen durch.
Das Ergebnis deutet auf einen klaren Heimsieg hin. Der Spielverlauf war deutlich umkämpfter. Die ersatzgeschwächten Tigers hielten lange dagegen. Erst nach der Pause bekam Phoenix defensiv Zugriff. Devin Schmidt prägte die Partie mit einer starken Offensivleistung.
Phoenix Hagen startete vor ausverkaufter Ischelandhalle konzentriert, fand aber keinen frühen Rhythmus. Tübingen hielt mit hoher Intensität dagegen und blieb vor allem aus der Distanz gefährlich. Die Gäste kompensierten ihre kurze Rotation mit Einsatz und Tempo. Zur Halbzeit lag Hagen zwar vorne, hatte sich aber keinen entscheidenden Vorteil erspielt.
Defensive Wende nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst die Tigers den besseren Start. Ein 9:0-Lauf brachte Tübingen kurzzeitig in Führung. Phoenix reagierte mit wechselnden Verteidigungsarten und erhöhte den Druck. In der Folge sank die Wurfquote der Gäste, während Hagen einfache Punkte generierte.
Maßgeblichen Anteil am vierten Sieg in Serie hatte Devin Schmidt. Der Guard erzielte 29 Punkte und traf fünf seiner neun Dreierversuche. Immer wieder übernahm er Verantwortung in entscheidenden Phasen. Seine Treffer leiteten auch den Lauf ein, mit dem sich Phoenix im Schlussviertel absetzte.
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Serie gegen Tübingen ausgebaut
Mit dem Erfolg feierte Phoenix erstmals drei saisonübergreifende Siege in Folge gegen die Tigers. Insgesamt war es das 29. Aufeinandertreffen beider Teams. Die historische Bilanz spricht weiterhin für Tübingen, doch Hagen setzte ein Ausrufezeichen im Kampf um die oberen Tabellenplätze.
Cheftrainer Chris Harris ordnete den Sieg nüchtern ein. „Das Endergebnis spiegelt nicht den Verlauf wider. Tübingen hat uns wirklich alles abverlangt“, sagte Harris. Entscheidend sei gewesen, nach der Pause defensiv den Rhythmus des Gegners zu brechen. Zufrieden zeigte er sich zudem mit dem Debüt von Ryan Schwieger in der Rotation.
Tübingens Coach Henrik Sonko lobte den Einsatz seiner Mannschaft. Phoenix habe in der zweiten Hälfte defensiv angezogen. „Am Ende haben wir uns zu viele Fehler geleistet“, so Sonko. Trotz der kleinen Rotation zeigte er sich stolz auf sein Team.
Zahlen und Fakten
Phoenix überzeugte mit 26 Assists bei 13 Ballverlusten. Tübingen leistete sich 18 Turnover. Neben Schmidt punkteten Jeffrey Carroll und Bjarne Kraushaar zweistellig. Bei den Gästen war Pelote mit 16 Zählern Topscorer.
Der Abend endete mit anhaltendem Jubel in der Ischelandhalle. Phoenix Hagen bestätigte seine aktuelle Form, auch wenn der Weg zum Sieg länger war als es das Resultat vermuten lässt.
