A43: Schrankenanlage soll im April 2027 verschwinden
A43 Baustellenbesichtigung

(c) Sebastian Sendlak

Pendlerinnen, Pendler und Unternehmen entlang der A43 können aufatmen: Die Autobahn GmbH hat angekündigt, die Schrankenanlage an der A43 zwischen Herne und Recklinghausen im April 2027 abzubauen. Dann sollen auch Fahrzeuge über 3,5 Tonnen die Strecke wieder nutzen dürfen.

Warum die Schrankenanlage nötig wurde

Die Einschränkungen gehen auf das Jahr 2021 zurück. Damals zeigte eine Überprüfung, dass die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal stark beschädigt ist. Vor allem der zunehmende Schwerlastverkehr belastete das Bauwerk massiv.

Viele Brücken im Ruhrgebiet stammen noch aus den 1960er Jahren und wurden ursprünglich für deutlich leichtere Fahrzeuge gebaut. Heute rollen wesentlich schwerere Lastwagen über die Autobahnen – häufig auch im dichten Stauverkehr.

Drei Brücken werden gleichzeitig erneuert

Der Neubau der Strecke gilt als besonders kompliziert. Die Kanalbrücke liegt direkt neben weiteren Brücken über die Emscher und eine Bahnstrecke. Deshalb müssen alle drei Bauwerke gemeinsam erneuert werden. Die Arbeiten am sogenannten „Emschertalbrückenzug“ laufen seit 2023.

Im April 2027 soll zunächst die neue Osthälfte fertig sein. Sie wird laut Autobahn GmbH stabil genug sein, um den gesamten Verkehr – auch schwere Lkw – aufzunehmen.

Teilweise Entlastung für Autofahrer

Mit dem Wegfall der Schrankenanlage sollen auch einige gesperrte Verbindungen wieder freigegeben werden. Dazu gehört unter anderem die Verbindung von der A2 auf die A43 Richtung Süden im Kreuz Recklinghausen. Auch die Auffahrt Recklinghausen-Hochlarmark soll wieder geöffnet werden.

Im Kreuz Herne bleiben einige Sperrungen dagegen weiterhin bestehen. Dort behindern laufende Bauarbeiten derzeit eine frühere Freigabe.

Ausbau der A43 bleibt Großprojekt

Die Arbeiten sind Teil des sechsstreifigen Ausbaus der A43 zwischen Marl und Witten – eines der größten Infrastrukturprojekte im Ruhrgebiet. Nach Angaben der Autobahn GmbH ist der Termin im April 2027 fest eingeplant, da die A43 später als wichtige Ausweichroute während weiterer Bauarbeiten an der A45 benötigt wird.

Bis dahin stehen noch zahlreiche Arbeiten an, darunter Fahrbahnbau, Lärmschutz, Beschilderung und Schutzplanken.