Erfolgreiche Bilanz der Cranger Kirmes
Abschluss PK der Cranger Kirmes

(c) Sebastian Sendlak

Rund 3,9 Millionen Gäste feiern auf Crange

Mit einer familiären Atmosphäre und rund 3,9 Millionen Besucherinnen und Besuchern an elf Festtagen geht die Cranger Kirmes 2026 am Sonntagabend zu Ende. Trotz extremer Hitze an den Werktagen sowie spürbarer Einflüsse durch das Ausweichprogramm am Finaltag zieht die Stadt Herne gemeinsam mit den Schaustellerverbänden und Rettungskräften ein überaus positives Fazit für das größte Volksfest in Nordrhein-Westfalen.

Hitze, Feuerwerks-Absage und Schalke-Testspiel prägen den Besuch

Die hochsommerlichen Temperaturen am Donnerstag und Freitag führten insbesondere bei den Imbissbetrieben zu Umsatzeinbrüchen, ehe ein stark besuchter Samstag mit einer halben Million Gästen den Schaustellern neuen Auftrieb gab. Kirmes-Chef Eduard Belker hob den Einsatz der Betriebe hervor, die den Gästen die Hitze mit Wasserduschen und Sprühnebeln erträglicher machten. Die 51 Fahrgeschäfte sowie die diesjährigen Neuheiten wurden vom Publikum hervorragend angenommen.

Am Abschlusssonntag dämpften jedoch äußere Umstände den traditionellen Endspurt: Das wegen der anhaltenden Trockenheit und akuten Brandgefahr kurzfristig abgesagte Höhenfeuerwerk sorgte für einen schwächeren Zulauf am Abend. Zudem zeigte das zeitgleich ausgetragene Vorbereitungsspiel des FC Schalke 04 gegen Real Madrid, wie stark hochkarätige Parallel-Events in der Region die Besucherströme auf Crange beeinflussen können.

Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla bedankte sich dennoch herzlich bei den Anwohnenden für ihr großes Verständnis und erinnerte an Höhepunkte wie die stehenden Ovationen für die Feuerwehr beim Ehrenamtsabend, den Seniorennachmittag sowie das neue Konzept des Pferdemarktes.

Überlegungen für 2027: Späterer Kirmesstart an Werktagen

Für die nächste Auflage vom 5. bis 15. August 2027 stellt die Stadtverwaltung organisatorische Anpassungen in Aussicht. In enger Abstimmung mit den Schaustellern wird geprüft, die Öffnung von Montag bis Donnerstag künftig auf 14:00 Uhr zu verlegen, um sowohl der Mittagshitze als auch dem Arbeitsschutz Rechnung zu tragen. Darüber hinaus ist eine engere Kooperation mit der Düsseldorfer Rheinkirmes angedacht, die unter anderem einen Mottowagen des Künstlers Jacques Tilly beim Festumzug umfassen könnte.

Ruhiger Einsatzverlauf für Hilfskräfte und Polizei

Die Sicherheits- und Rettungskräfte blicken auf eine friedliche Veranstaltung zurück. Bis Sonntagmittag verzeichnete die Polizei lediglich 140 Einsätze im Umfeld der Millionenbesucher. Laut Polizeiführer Andreas Derks verlief auch die Verkehrslage ohne Straßensperrungen bemerkenswert reibungslos.

Die Herner Feuerwehr zählte in den ersten zehn Tagen 32 Rettungseinsätze und 28 Erste-Hilfe-Leistungen. DRK-Wachleiter Benedikt Harting bilanzierte rund 600 zumeist hitzebedingte Versorgungen bei Kreislaufbeschwerden. Sowohl DSB-Präsident Albert Ritter als auch Patrick Arens vom Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute unterstrichen den einzigartigen Zusammenhalt und das familiäre Flair auf dem Festplatz.