Schrotthaufen sorgt für stundenlangen Feuerwehreinsatz
(c) Feuerwehr Herne

Ein Brand auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs im Herner Stadtteil Unser Fritz/Crange hat in der Nacht einen Großeinsatz ausgelöst. Mehr als 60 Kräfte waren über Stunden im Einsatz.

Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden an der Hafenstraße aus. Gegen 4.20 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Bereits auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe erhöht, da weitere Meldungen über Flammen und Rauch eingingen.

Rauchwolke über der Stadt

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass ein großer Schrotthaufen in Brand geraten war. Dieser erstreckte sich über eine Fläche von etwa 50 mal 20 Metern und war bis zu zehn Meter hoch.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung frühzeitig gewarnt. Die Rauchwolke zog in östlicher Richtung über Teile des Stadtgebiets von Herne.

Aufwendige Löscharbeiten

Die Feuerwehr baute einen umfassenden Löschangriff auf, um eine Ausbreitung auf benachbarte Hallen und weitere Materiallager zu verhindern. Zur Wasserversorgung wurden Pumpen am Rhein-Herne-Kanal eingesetzt.

Zwei Drehleitern, Wasserwerfer sowie zahlreiche Strahlrohre kamen zum Einsatz. Unterstützt wurden die Löscharbeiten durch Bagger, die den Schrotthaufen umlagerten, um Glutnester freizulegen.

Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt.

Messungen ohne Auffälligkeiten

Begleitend zum Einsatz führten Fachbehörden Luftmessungen durch. Beteiligt waren unter anderem die Polizei sowie Umweltstellen der Stadt und das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima.

Nach bisherigen Angaben verliefen alle Messungen unauffällig. Dennoch wurden in Bereichen mit sichtbarem Rußniederschlag zusätzliche Proben genommen.

Einsatz am Vormittag beendet

Gegen 11.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Verletzt wurde niemand.

Bis zur abschließenden Auswertung der Proben gilt weiterhin eine vorsorgliche Gefahreninformation im Zusammenhang mit dem Rußniederschlag.