
Polizei
(c) Hendrik Klein
Ein 42-Jähriger flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei. Die Fahrt führte über die A42 sowie durch Herne und Castrop-Rauxel.
Eine riskante Verfolgungsfahrt hat am Dienstagabend mehrere Städte im Ruhrgebiet beschäftigt. Ein Autofahrer entzog sich einer Polizeikontrolle und flüchtete über die Autobahn 42. Die Fahrt setzte sich durch das Stadtgebiet von Herne und Castrop-Rauxel fort. Die Polizei bittet nun mögliche Geschädigte und gefährdete Verkehrsteilnehmer um Hinweise.
Gegen 20.55 Uhr wollte die Autobahnpolizei an der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Schalke eine Verkehrskontrolle durchführen. Der 42-jährige Fahrer ignorierte die Anhaltesignale und beschleunigte. Auf der A42 in Richtung Dortmund überholte er andere Fahrzeuge über den Seitenstreifen und wechselte mehrfach die Fahrspuren. Dabei erreichte er Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h.
Unfall und Geisterfahrt bei Herne-Wanne
An der Ausfahrt Herne-Wanne kam es zu einer Kollision mit einem Verkehrszeichen, einem Leitpfosten und einer Schutzplanke. Das Fahrzeug kam zunächst entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Anschließend setzte der Mann seine Flucht kurzzeitig als Geisterfahrer fort, wendete auf der Autobahn und fuhr wieder in Richtung Dortmund weiter.
An der Anschlussstelle Herne-Baukau verließ der Fahrer die Autobahn und fuhr durch das Stadtgebiet von Herne in Richtung Castrop-Rauxel. Nach Angaben der Polizei missachtete er mehrere rote Ampeln, fuhr mit bis zu 120 km/h, überholte andere Fahrzeuge riskant und geriet mehrfach in den Gegenverkehr. Die Verfolgung führte über die Pöppinghauser Straße bis nach Castrop-Rauxel.
Festnahme im Industriegebiet
Über die Habinghorster Straße gelangte der Mann erneut auf die A42, diesmal in Richtung Duisburg. An der Anschlussstelle Herne-Börning verließ er die Autobahn und fuhr in ein Industriegebiet. Dort endete die Flucht in einer Sackgasse. Der 42-Jährige stieg aus und wurde widerstandslos festgenommen.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Zudem bestand kein aktueller Versicherungsschutz für den Opel. Nach eigenen Angaben stand der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein Arzt entnahm eine Blutprobe, das Fahrzeug wurde sichergestellt. Gegen den Mann werden mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Dennoch sucht die Polizei Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.
