19,1 Millionen Euro für Sanierung der Eissporthalle
So soll die Eissporthalle nach der Fassaden- und Dachsanierung aussehen.

Entwurf: Ebeling Architekten Partnerschaft GmbH.

Die Stadt Iserlohn plant keine neue Arena am Seilersee. Stattdessen soll die bestehende Eissporthalle umfassend saniert und energetisch optimiert werden. Der Rat soll dafür einem Förderantrag zustimmen.

Der Rat der Stadt Iserlohn befasst sich am 28. Januar mit der Zukunft der Eissporthalle am Seilersee. Die Verwaltung schlägt eine Sanierung statt eines Neubaus vor. Grundlage ist ein Antrag auf Bundesfördermittel. Insgesamt geht es um Investitionen in Höhe von 19,1 Millionen Euro.

Die Stadtverwaltung bittet den Rat, einer Interessenbekundung im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) zuzustimmen. Gleichzeitig sollen die Bewerbungsunterlagen für die Sanierung der Eissporthalle sowie für Ersatzmaßnahmen an den Bädern Aquamathe und Seilersee genehmigt werden. Die finanziellen Mittel müssten im Haushalt 2026 eingeplant werden.

Hoher Eigenanteil für die Stadt

Die Gesamtkosten für die Eissporthalle belaufen sich laut Verwaltungsvorlage auf 19,1 Millionen Euro. Die maximale Förderung ist pro Projekt auf acht Millionen Euro begrenzt. Der städtische Eigenanteil beträgt damit 11,1 Millionen Euro. Eigentümerin der Halle ist die Städtische Bädergesellschaft, die Mittel sollen ihr über eine Eigenkapitalerhöhung zufließen.

Iserlohn hofft auf eine Förderquote von bis zu 75 Prozent, da die Stadt als finanzschwach gilt. Der Bundestag hat im Bundeshaushalt 2025 dafür 333 Millionen Euro bereitgestellt. Ein Ratsbeschluss ist Voraussetzung für die endgültige Antragstellung.

Die finanzielle Situation der Stadt bleibt angespannt. Die Kassenkredite steigen laut Haushaltsplanung auf 194,6 Millionen Euro. In der mittelfristigen Finanzplanung wird mit einem Anstieg auf bis zu 311 Millionen Euro gerechnet. Auch die Investitionskredite wachsen weiter. Die Verwaltung spricht von außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen.

Maßnahmen für Effizienzstandard 85

Mit der Sanierung soll der Energiestandard Effizienzstufe 85 erreicht werden. Vorgesehen sind unter anderem die energetische Sanierung von Gebäudehülle und Dach, neue Sanitäranlagen mit barrierefreiem Umbau, ein erweitertes Brandschutzkonzept, LED-Beleuchtung, zusätzliche Fluchtwege sowie der Austausch der Kälteanlage durch eine energieeffiziente Variante.

Die Planungsphase ist bis zum zweiten Quartal 2026 vorgesehen. Der Bauantrag soll im gleichen Zeitraum gestellt werden. Der Rohbau ist ab dem ersten Quartal 2027 geplant, die Ausbauarbeiten ab dem dritten Quartal 2027. Die Fertigstellung wird für das Jahr 2028 angestrebt.

Die Stadt betont, dass die Eissporthalle auch nach der Sanierung überwiegend öffentlich genutzt wird. Öffentliche Laufzeiten sowie der Schul- und Vereinssport sollen die Fördervorgaben erfüllen. Eine langfristige Nutzung der Halle gilt damit als gesichert.