
(c) Feuerwehr Plettenberg
Der folgenschwere Zwischenfall auf der Schienenstrecke Richtung Hagen sorgt für massive Probleme im Sauerland. Nach dem Unfall am 19.05.2026 bleibt die Verbindung dicht.
Am Dienstag, dem 19.05.2026, wurde die Feuerwehr gegen 08:23 Uhr zu einem anspruchsvollen Einsatz in den Ortsteil Teindeln gerufen. Im dortigen Eisenbahntunnel zwischen Plettenberg und Werdohl, gelegen im Märkkischer Kreis, kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall im Schienenverkehr. Ein in Richtung Hagen fahrender Güterzug hatte aus bislang ungeklärter Ursache eine komplette Achse verloren. Diese wurde kurz darauf von einem entgegenkommenden Güterzug erfasst, wodurch dieser sofort eine Notfall-Vollbremsung einleiten musste. Beide tonnenschweren Züge blieben durch den Unfall fahrunfähig im engen Tunnel stehen. Vertreter der Deutschen Bahn waren schnell vor Ort, um die komplexe Bergung einzuleiten. Die Sperrung wird Tage, wenn nicht Wochen andauern.
Feuerwehr Ohle leuchtet die Tunnelbaustelle im Sauerland aus
Die alarmierte Feuerwehr leuchtete die schwer zugängliche Einsatzstelle im Inneren des Tunnels weiträumig aus und unterstützte die Bahnmitarbeiter tatkräftig bei der Bergung der havarierten Achse. Erst gegen 15:30 Uhr nachmittags war der kräftezehrende Einsatz für die Retter im Märkkischer Kreis am Unfalltag vorerst beendet. Im Einsatz war neben der Wehrleitung die Löschgruppe Ohle. Da die Schäden an den Schienen und dem Tunnelbett durch die entgleiste Achse enorm sind, wird die vollständige Sperrung der wichtigen Strecke nun Tage, wenn nicht Wochen andauern. Pendler und Güterkunden müssen sich auf massive Verzögerungen und weiträumige Umleitungen einstellen.
Besonders positiv hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit dem Notfallmanagement der DB und der Einzelsparten wie DB Cargo und DB InfraGO. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen aller Beteiligten im Märkkischer Kreis konnte am 19.05.2026 Schlimmeres verhindert und die Achse sicher abtransportiert werden. Die Bundespolizei hat Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen, um zu klären, wie es zum Verlust der Achse während der Fahrt kommen konnte. Die Reparaturarbeiten im Tunnel laufen derweil bereits auf Hochtouren, werden die Techniker aber noch eine gefühlte Ewigkeit beschäftigen.
