Positive Bilanz nach der 573. Letmather Kiliankirmes
Kilian-Kirmes 2026

(c) Hendrik Klein

Veranstalter, Polizei und Schausteller ziehen nach der 573. Kiliankirmes in Letmathe ein erfreuliches Fazit, obwohl sich das Konsumverhalten verändere.

Die 573. Letmather Kiliankirmes ist erfolgreich zu Ende gegangen, während der Abbau der Fahrgeschäfte und Stände bereits auf Hochtouren läuft. Im Rahmen der traditionellen Kirmesnachlese der Iserlohner CDU im R-Café stellten Vertreter aus Politik, Verwaltung, Polizei und Schaustellergewerbe dem Volksfest ein durchweg gutes Zeugnis aus. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Karsten Meininghaus betonte das 20-jährige Bestehen dieses Formats, das einst von Landtagsabgeordnetem Thorsten Schick initiiert wurde, um konstruktive Anregungen für die Zukunft zu sammeln. Trotz veränderter Rahmenbedingungen und finanzieller Herausforderungen blicken die Beteiligten auf ein harmonisches und gut organisiertes Fest zurück.

Gelungener Shuttle-Service und friedlicher Kirmesverlauf

Ein neues Angebot feierte bei der diesjährigen Ausgabe eine erfolgreiche Premiere: der Shuttle-Service vom Schulzentrum direkt zum Kirmesgelände. Nach einem verhaltenen Start am Freitag musste der Dienst am Sonntag aufgrund des hohen Andrangs sogar mit größeren Bussen verstärkt werden. Ordnungsamtsleiterin Angela Schunke kündigte an, dass der Shuttle-Service auch im kommenden Jahr angeboten werden soll, wobei die Beschilderung noch optimiert werden müsse.

Auch seitens der Sicherheitsbehörden fiel das Fazit äußerst positiv aus. Michael Pähler, Leiter der Polizeiwachen Letmathe und Hemer, berichtete von einem sehr harmonischen Verlauf, bei dem es lediglich zu kleineren Reibereien kam. Frank Foulon vom Schaustellerverband lobte die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Team um Kirmes-Organisator Thomas Johannsen und der Polizei. Eine spürbare Abwanderung des Publikums stellten die Einsatzkräfte am Sonntagabend im Vorfeld der Übertragung des Fußball-WM-Endspiels fest.

Konsumzurückhaltung am Abend und finanzielle Entwicklung

Trotz des insgesamt guten Besucherverkehrs zeigte der Kassensturz der Beschicker ein differenziertes Bild auf. Schausteller Rudolf Isken junior berichtete, dass die Nachmittage zwar gut besucht waren, das Geld bei den Gästen jedoch nicht mehr ganz so locker saß. In den späten Abendstunden am Freitag und Samstag verzeichneten die Fahrgeschäfte spürbare Umsatzrückgänge, weshalb viele Stände bereits um 24:00 Uhr und damit vor der offiziellen Schließzeit um 1 Uhr schlossen. Kirmes-Organisator Thomas Johannsen vermutet einen Zusammenhang mit einer zeitgleich in Iserlohn ausgetragenen Techno-Veranstaltung.

Inhaltlich lobte Johannsen die Qualität des Fahrgeschäft-Angebots, das stellenweise Großstadt-Niveau erreicht habe. Ergänzt wurde das Geschehen durch den sehr gut angenommenen Kilianmarkt in der Hagener Straße, während ein Riesenrad auf dem Neumarkt aus Wirtschaftlichkeitsgründen fehlte. Bezüglich der Gesamtabrechnung blickt die Stadt gespannt auf die Zahlen. Bürgermeister-Referent Hartmut Bogatzki wies darauf hin, dass die Kirmes inzwischen von einem einstigen Überschussbetrieb zu einem städtischen Zuschussgeschäft geworden sei. Abschließend sprachen alle Beteiligten den Anwohnern ihren ausdrücklichen Dank für deren Verständnis aus.