
Prost auf das neue Iserlohner
(c) Hendrik Klein
Mit einem überwältigenden Ansturm und großer Wiedersehensfreude ist die offizielle Premiere des wiederbelebten „Iserlohner Pilseners“ im ehemaligen Haus Gerdes an der Düsingstraße über die Bühne gegangen.
Initiator Daniel Engel hatte ursprünglich mit etwa 200 geladenen Gästen gerechnet, doch durch spontan mitgebrachte Freunde und Bierliebhaber füllte sich die Location rasch mit gut 350 Besucherinnen und Besuchern. Über den Abend hinweg flossen rund 450 Liter des neu aufgelegten Gerstensafts durch die Zapfhähne. Zeitweise befürchteten die Veranstalter sogar Versorgungsengpässe, da etliche Gäste an der Theke gleich bis zu 15 Gläser auf einmal orderten, um sich ihren Anteil an der Traditionsmarke zu sichern.
Die Verkostung entwickelte sich zu einem emotionalen Treffpunkt für viele ehemalige Brauereibeschäftigte und langjährige Freunde des herben Bieres aus dem Grüner Tal. Gefeiert wurde bis tief in die Nacht: Während gegen 22:00 Uhr die älteren Gäste allmählich den Heimweg antraten, übernahm das jüngere Publikum das Feld und feierte zu den Klängen von DJ „Heimather“ bis in die frühen Morgenstunden. Für heitere Momente sorgte zudem Arndt Böhmer, ehemaliger Gesellschafter der Waldstadt-Brauerei, der mit Anekdoten und unterhaltsamen Fakten durch das Programm führte.
Sammlerstücke begeistern
Zahlreiche Gäste brachten eigene Sammlerstücke mit, darunter historische Originalgläser oder ein Gast in einer umgebauten Tonne mit Iserlohner-Wappen. Thomas Schäfer präsentierte ein besonderes Zeitzeugnis mit einer Flasche der historischen Letztabfüllung vom 17. Oktober 2014. Daniel Engel zeigte sich tief berührt von Umarmungen und Danksagungen der Besucher, was die ungebrochene Verbundenheit der Region mit der Biermarke unterstreicht. Auch geschmacklich überzeugte der Gerstensaft auf ganzer Linie und erhielt durchweg positive Rückmeldungen. Wer das neue Bier selbst probieren möchte, erhält Anfang September beim Letmather Brückenfest die nächste Gelegenheit dazu.
