
Startaufstellung Steuben Parade: Antreten vor der Kulisse Manhattans: Die Marching-Band unmittelbar vor dem Abmarsch auf der Fifth Avenue
(c) privat
Iserlohner Stadtmusikanten begeistern bei der Steuben Parade in New York
Diesen musikalischen Übersee-Einsatz werden die Aktiven so schnell nicht vergessen: Die Iserlohner Stadtmusikanten vertraten das Märkische Sauerland am Samstag, 19. September 2026, bei der traditionsreichen German-American Steuben Parade mitten in New York City. Rund zwei Jahre akribischer Vorbereitung durch Cheforganisatorin Stefanie Baumeister mündeten in einem einwöchigen Mammut-Trip über den Atlantik. Insgesamt reisten knapp 70 Musikerinnen und Musiker sowie rund 30 begleitende Familienangehörige vom Flughafen Frankfurt in die US-Metropole, um das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest mitzugestalten.
Der traditionelle Festzug zu Ehren des preußischen Generals Friedrich Wilhelm von Steuben zog über die weltberühmte Fifth Avenue in Manhattan. Neben Trachtengruppen und Karnevalsvereinen sorgte die Marching-Band aus Iserlohn für schwungvolle Marschmusik im Häusermeer. Paul Nowak, Vorsitzender des Fördervereins der Iserlohner Stadtmusikanten, zeigte sich im Telefonat aus dem Quartier am Times Square zwar überrascht von den Dimensionen des Zuges – „Ich hatte sie mir viel größer vorgestellt, da sind bei unserem heimischen Schützenfest fast mehr Kapellen dabei“ –, zog aber dennoch ein durchweg positives Fazit des Auftritts vor internationalem Publikum.
Star-Wars-Klänge am Times Square und Wiedersehen mit Letmathern
Abseits des offiziellen Paradenprotokolls sorgte das Ensemble im „Big Apple“ für echte Gänsehautmomente. Bei spontanen Platzkonzerten und Aufmärschen am Times Square jubelten Passanten den Gästen aus Deutschland begeistert zu, als diese unter anderem die bekannte Titelmelodie aus „Star Wars“ anstimmten. Mitten im Getümmel kam es zudem zu einer kuriosen Begegnung: In der Zuschauermenge entdeckten die Musiker eine Familie aus Letmathe, die vor dem Antritt einer Karibik-Kreuzfahrt einen Zwischenstopp in Manhattan einlegte und ihre Heimat-Kapelle spontan anfeuerte.
Das dichte Besuchsprogramm führte die Reisegruppe am Sonntagmorgen von der St. Patrick’s Cathedral weiter zum Rockefeller Center und zu einem Empfang am New Yorker Rathaus. Für filmreife Stimmung sorgte ein Halt an der weltberühmten Feuerwache „Hook and Ladder 8“ in Tribeca: Vor der Original-Kulisse des Kultfilms „Ghostbusters“ intonierten die Stadtmusikanten kurzerhand den ikonischen Titelsong.
Starke Unterstützung durch den Förderverein
Finanziell gestemmt wurde das rund 70.000 Euro teure Großprojekt zu weiten Teilen aus eigener Kraft: Rund 40.000 Euro der Kosten für die aktiven Musiker übernahm der vereinsinterne Förderverein gemeinsam mit treuen Sponsoren. Während ein Teil der Reisegruppe nach dem Großevent die Heimreise antritt, reist eine Delegation um Vereinschef Nowak noch weiter zu den Niagarafällen nach Kanada, ehe am Donnerstag die Rückkehr ins Sauerland ansteht.
