Von Sauerländer Geschichten zu „Rundfunk Orange“
Andy Schade

(c) Dirk Schmidt

Andy Schade feiert Album-Release und Live-Podcast im Iserlohner Qwörk

Was ursprünglich mit dem Plan begann, nach vielen Jahren der Covermusik wieder eigene Lieder zu komponieren, hat sich zu einem vielschichtigen Kulturprojekt ausgewachsen: Am Samstag, 17. Oktober 2026, stellt der Musiker Andy Schade im Qwörk – der historischen Fabrik Kissing & Möllmann an der Oberen Mühle 28 in Iserlohn – sein neues Soloalbum „Rundfunk Orange“ vor. Der Titel steht dabei längst nicht mehr nur für die Musik, sondern ist zugleich der Name eines regional verwurzelten Podcast-Formats, das Schade gemeinsam mit Christian Bers ins Leben gerufen hat.

Als gebürtiger Letmather, der im Hauptberuf als Tagesvater unter dreijährige Kinder betreut, greift der 58-jährige Schade in seinen neuen Titeln Begebenheiten direkt aus seiner Heimat auf. So thematisiert das Lied „Funky Express“ die Tuning-Leidenschaft für Automobile, während „Disco San Francisco“ an die prägende Scheunenfeste-Kultur vergangener Jahrzehnte im Sauerland erinnert. Vielen Fußballbegeisterten ist Schades Stimme zudem aus dem Signal Iduna Park vertraut: Als Sänger der vor jedem Heimspiel gespielten BVB-Hymne „Am Borsigplatz geboren“ schuf er bereits vor über zwei Jahrzehnten ein Stück Dortmunder Fankultur. Mit dem neuen Werk realisiert Schade nun erstmals wieder ein eigenständiges Projekt unter eigenem Namen.

Aus einer fiktiven Radioshow wird ein regionales Podcast-Format

Da Andy Schade leidenschaftlicher Radiohörer ist, entstand die Idee, die einzelnen Songs in das fiktive Sendekonzept „Rundfunk Orange“ – benannt nach seiner Lieblingsfarbe – einzubetten. Als er seinem langjährigen Freund Christian Bers davon erzählte, nahm das Vorhaben eine unerwartete Dynamik an. Beide kennen sich seit über drei Jahrzehnten aus Schades Zeit als Frontmann der Formation „Firma Angst und Bange“ und realisierten in der Vergangenheit unter anderem Umweltkampagnen gegen illegalen Müll mit Unterstützung von Bands wie „Extrabreit“.

Bers schlug vor, den Sendungstitel direkt als echten Audio-Podcast weiterzudenken. Seitdem holen Schade und Bers regelmäßig bekannte wie unbekannte Menschen, Musiker und Kulturschaffende mit individuellem Sauerländer Lokalkolorit vor das Mikrofon. Aus dem Musiktitel erwuchs damit eine Plattform für regionale Anekdoten und gelebte Nachbarschaft.

Release-Party mit Live-Podcast und DJ-Vinyl-Set

Am 17. Oktober verschmelzen die verschiedenen Facetten des Vorhabens im Iserlohner Qwörk. Neben der Bühnenpremiere der neuen Titel zeichnen Schade und Bers vor Publikum eine Sondersendung ihres Podcasts auf, in der ausgewählte Gäste zu Wort kommen. Den Ausklang des Abends bestreitet DJ Matze Janke, der an den Plattentellern ein Vinyl-Set mit Titeln der 1980er- und 1990er-Jahre auflegt. Eintrittskarten für die Release-Veranstaltung sind zum Preis von 13 Euro online über das Ticketportal des Qwörk Iserlohn erhältlich.