
Die Brüder Popov mit ihrem Coach
(c) André Steinberg
Vier Titel gehen am Finaltag der YONEX German Open 2026 nach China. Im Herreneinzel setzt sich Christo Popov im Bruderduell durch.
Mit dem Finaltag sind die YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr zu Ende gegangen. In der Westenergie Sporthalle wurden die Titel in fünf Disziplinen vergeben. China sicherte sich vier Siege. Den abschließenden Erfolg im Herreneinzel holte Frankreich. Rund eine Woche lang stand die Veranstaltung im Zeichen internationaler Spitzenklasse.
Herreneinzel: Christo Popov bezwingt seinen Bruder
Im Endspiel kam es zum direkten Duell zwischen Christo Popov und Toma Junior Popov. Christo Popov setzte sich mit 21:16 und 21:15 durch und gewann damit zum zweiten Mal nach 2024 den Titel in Mülheim.
„Das war kein normales Match“, sagte der Sieger nach der Partie. Beide Brüder hätten gewinnen wollen, zugleich bedeute dies zwangsläufig die Niederlage des anderen. Christo Popov blieb im Turnierverlauf überwiegend souverän, Toma Junior Popov zog trotz der Finalniederlage ein positives Fazit.
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Dameneinzel: Han Qian Xi überrascht die Nummer eins
Im Dameneinzel gewann Han Qian Xi ein rein chinesisches Finale gegen die topgesetzte Wang Zhi Yi. Mit 21:19 und 22:20 setzte sich die Weltranglisten-37. gegen die Nummer zwei der Welt durch.
Für Han war es der erste Titel bei einem Turnier der Kategorie Super 300. Sie habe weniger Fehler gemacht und in entscheidenden Momenten das nötige Glück gehabt, erklärte die 24-Jährige nach dem 51-minütigen Match.
Herrendoppel: Chen/Liu drehen das Spiel
Im Herrendoppel siegten Chen Bo Yang und Liu Yi mit 17:21, 21:15 und 21:12 gegen die Franzosen Julien Maio/William Villeger. Die französische Paarung hatte sich aus der Qualifikation bis ins Finale gespielt und dort lange Paroli geboten.
Nach verlorenem ersten Satz steigerten sich die Chinesen und agierten geduldiger. Maio und Villeger sprachen trotz der Niederlage von einer „verrückten Woche“ und werteten das Turnier als wichtigen Entwicklungsschritt.
Damendoppel: Bao/Luo setzen sich erneut durch
Im Damendoppel gewannen Bao Li Jing und Luo Xu Min mit 21:16, 21:16 gegen Li Yi Jing/Wang Yi Duo. Für Luo Xu Min war es nach 2024 bereits der zweite Titel in Mülheim – damals noch an der Seite von Li Yi Jing.
Die Spielerinnen verwiesen auf die besondere Konstellation, da sie sich aus Training und früheren Partnerschaften gut kennen. Präzision und Tempo gaben diesmal den Ausschlag.
Mixed: Cheng/Zhang kontrollieren das Finale
Den Auftakt des Finaltages machte das Mixed-Endspiel. Cheng Xing und Zhang Chi gewannen in 42 Minuten mit 21:12, 21:17 gegen die Dänen Mads Vestergaard/Christine Busch.
Die Chinesen blieben über weite Strecken taktisch konsequent. Die dänische Paarung sprach von wertvollen Erfahrungen bei ihrem ersten Super-300-Finale und hofft auf eine Revanche bei den All England Open.
Turnier steigt ab 2027 in höhere Kategorie auf
Mit dem Abschluss der 67. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland richtet sich der Blick bereits nach vorn. Ab 2027 werden die German Open in die Kategorie Super 500 aufsteigen. Austragungsort bleibt die Westenergie Sporthalle in Mülheim an der Ruhr.
Turnierdirektorin Tamara Geeraerts zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und verwies auf die durchweg hohe sportliche Qualität sowie die Atmosphäre in der Halle.
