Polizei zieht weitgehend friedliche Bilanz nach „Ruhr in Love“

Foto: Polizei Oberhausen

Rund 25.000 Musikfans feierten am Samstag im Oberhausener Olga Park bei bestem Sommerwetter. Die Polizei begleitete das Event mit einem großflächigen Sicherheitskonzept.

Das traditionsreiche Elektronik-Festival „Ruhr in Love“ lockte am Samstag, 4. Juli, zehntausende Besucherinnen und Besucher in das Ruhrgebiet. Bei bestem Wetter strömten die Musikbegeisterten auf das Gelände des Oberhausener Olga Parks, um friedlich unter freiem Himmel zu tanzen. Um die Sicherheit der feiernden Massen sowie der lokalen Anwohner zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten, hatte sich die Polizei Oberhausen im Vorfeld strategisch gut aufgestellt. Trotz des massiven Andrangs zog die Behörde nach dem Ende der Großveranstaltung ein positives Fazit. Das Event verlief aus Sicht der Einsatzkräfte weitgehend friedlich und ohne größere Zwischenfälle im Stadtgebiet.

Fokus auf Drogenkriminalität: Zivile und uniformierte Kräfte im Einsatz

Ein expliziter Schwerpunkt der polizeilichen Maßnahmen lag in diesem Jahr auf der konsequenten Bekämpfung des illegalen Drogenhandels sowie des Missbrauchs von Betäubungsmitteln. Zu diesem Zweck koordinierten die Verantwortlichen ein engmaschiges Kontrollnetz. Sowohl zivile Drogenfahnderinnen und Drogenfahnder als auch uniformierte Polizeikräfte waren dafür über den gesamten Tag hinweg auf dem eigentlichen Festivalgelände sowie im unmittelbaren Umfeld präsent. Die Beamten zeigten deutliche Präsenz, um Straftaten bereits im Keim zu ersticken und Händler gezielt aus dem Verkehr zu ziehen.

Über 170 Strafverfahren eingeleitet und Betäubungsmittel sichergestellt

Trotz der allgemein friedlichen Stimmung im Olga Park mussten die Einsatzkräfte im Laufe des Samstags mehrfach konsequent durchgreifen. Wegen direkter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz leiteten die Polizisten insgesamt über 173 Strafverfahren ein. Die in diesem Zusammenhang aufgefundenen illegalen Substanzen wurden von den Beamten umgehend beschlagnahmt und als Beweismittel sichergestellt. Hinzu kamen sechs weitere Strafanzeigen, die unter anderem wegen des Tatbestands des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte geahndet werden mussten, da sich vereinzelte Personen den polizeilichen Maßnahmen widersetzten.

Verkehrskontrollen im Stadtgebiet: Zehn Fahrverbote drohen

Neben dem Gelände selbst stand auch der an- und abreisende Straßenverkehr im Fokus der Ordnungshüter. Die Polizisten richteten ihr Augenmerk insbesondere auf das Führen von Kraftfahrzeugen unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln. Insgesamt wurden im Zuge der Verkehrskontrollen zehn Strafanzeigen wegen des Fahrens unter dem akuten Einfluss von Betäubungsmitteln oder Alkohol eingeleitet. Bis zum endgültigen Veranstaltungsende in den späten Abendstunden summierten sich die polizeilichen Maßnahmen auf insgesamt neun vorläufige Festnahmen beziehungsweise Ingewahrsamnahmen. Zudem sprachen die Beamten vor Ort vier Platzverweise gegen uneinsichtige Personen aus.