Abflussjahr 2025 im Ruhreinzugsgebiet: Deutlich zu trocken
Duisburg240710810Duisport Luftbild

© Hans Blossey

Nach zwei ungewöhnlich nassen Jahren war das vergangene Abflussjahr (November 2024 bis Oktober 2025) im Einzugsgebiet der Ruhr wieder von Trockenheit geprägt. Wie eine Auswertung des Ruhrverbandes in Essen zeigt, fielen insgesamt 885 Millimeter Niederschlag. Dies entspricht einem Defizit von 16 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Besonders alarmierend ist, dass von Februar bis September sogar 36 Prozent weniger Regen fiel als gewöhnlich.

Früher Beginn der Zuschusspflicht aus Talsperren

Die Trockenheit trat besonders in den Monaten Februar und März massiv auf. Hier fielen 74 Prozent bzw. 82 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. Diese Monate sind typischerweise entscheidend, um die Wasservorräte in den Talsperren aufzufüllen. Aufgrund des frühen Niederschlagsmangels musste jedoch bereits ab März am Pegel Villigst die Zuschusspflicht aus den Talsperren der Ruhr einsetzen – deutlich früher als üblich.

Jahresmitteltemperatur bleibt leicht erhöht

Die Jahresmitteltemperatur im gesamten Einzugsgebiet der Ruhr lag mit durchschnittlich 9,6 Grad zwar erstmals seit drei Jahren wieder unter der Zehn-Grad-Marke, war aber im Vergleich zum langjährigen Mittelwert (1991 bis 2020) immer noch um 0,7 Grad zu warm. Dies unterstreicht die anhaltende Tendenz zu erhöhten Temperaturen in der Region.