Ein Hoch auf die Budenkultur
Podiumsteilnehmende der PK: v.l.n.r. Jupp Götz, Kurator Poplounge/Christoph u. Linda Ekamp, Inhaber Kiosk Mummel/Jens Hapke, Pressesprecher RVR/ Axel Biermann, GF d. RTG/Nicole Winkelkötter u. Steffen Korthals, Kuratoren Sparte Elektr. Musik/HipHop

(c) Regionalverband Ruhr

Der Tag der Trinkhallen 2026 steht vor der Tür

Das Ruhrgebiet feiert seine kultigsten Begegnungsorte. Am Samstag, den 29. August 2026, verwandeln sich Trinkhallen in der gesamten Region bereits zum fünften Mal in lebendige Kulturbühnen und nachbarschaftliche Treffpunkte. Von 15 bis 22 Uhr erwartet die Besucher ein buntes, herrlich unkompliziertes Programm direkt an der Bude – und das wie gewohnt bei freiem Eintritt. Das vom Regionalverband Ruhr, dem NRW-Kulturministerium und der Brost-Stiftung geförderte Format der Ruhr Tourismus GmbH hat sich längst als feste Größe im Revier etabliert und zeigt die Metropole Ruhr von ihrer authentischsten und nahbarsten Seite.

Buntes Programm an 33 ausgewählten Programmbuden

Im Zentrum des diesjährigen Aktionstages stehen 33 von einer Fachjury kuratierte Programmbuden, die sich auf Städte wie Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Oberhausen, Herne und Recklinghausen verteilen. Die inhaltliche Bandbreite ist dabei so vielfältig wie eine „Gemischte Tüte“. An der Historischen Trinkhalle Kiosk Mummel in Gelsenkirchen wird die Sparte Kleinkunst mit Live-Musik, Comedy und Mentalmagie bespielt. Wer es sportlich mag, kommt an der TabakBörse in Gelsenkirchen oder am Kiosk 18 in Essen auf seine Kosten, wo sich bei Podcasts, Quizzes und Cartoons alles um die hiesige Fußballkultur dreht.

Musikalisch wird ebenfalls einiges geboten: Während der Kult Kiosk in Bochum-Altenbochum zur Hip-Hop-Blockparty wird, verwandelt sich die Alsenbude in eine Tanzfläche für Soul, Funk und House. Eine Premiere feiert Oli’s Büdchen am Ebertbad in Oberhausen, das über ein Voting von ENERGY NRW zur offiziellen ENERGY-Bude gekürt wurde und mit energiegeladenen DJ-Sets aufwartet. In Duisburg wird Husemanns Büdchen zur Bühne für junge Talente, die bei einem vom Kollektiv Pottpoesie organisierten Newcomer-Wettbewerb im Bereich Musik und Poetry-Slam per Publikumsapplaus gegeneinander antreten.

Mitmachbuden bringen die Nachbarschaft zusammen

Neben den offiziell kuratierten Standorten lebt das dezentrale Kulturfestival vor allem von den zahlreichen inhabergeführten Mitmachbuden. Jede Trinkhalle im Ruhrgebiet ist herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und das Fest mit eigenen kreativen Ideen zu bereichern. Ob ein kleiner Grill- oder Waffelstand, ein Kickerturnier, eine nachbarschaftliche Tombola, Straßenmalaktionen für Kinder oder ein kleines, selbst organisiertes Live-Konzert – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Teilnahme für die Budenbetreiber ist vollkommen kostenlos, alle Einnahmen aus dem Verkauf verbleiben bei ihnen und ein kostenloses Branding-Kit sorgt für die passende Dekoration vor Ort.

Nachhaltig von Bude zu Bude per Rad oder zu Fuß

Um den Tag der Trinkhallen umweltfreundlich und aktiv zu erleben, wurden vom Veranstalter spezielle Rad- und Wanderrouten ausgearbeitet. Diese verbinden die einzelnen Programmbuden und Mitmachbuden geschickt mit landschaftlichen Highlights, Industriekulissen und Kunst im öffentlichen Raum. Zu den ausgearbeiteten Strecken gehört beispielsweise die knapp acht Kilometer lange Wanderroute „Murals & Büdchen“ in Bochum sowie die rund 33 Kilometer lange Fahrrad-Nordschleife durch Essen und Bottrop. So lässt sich der Kulturtag ideal mit einer Entdeckungstour durch das sommerliche Revier verbinden.