Neue Förderrunde für Kreativ.Quartiere Ruhr gestartet
(c) Kreativ.Quartiere Ruhr

Das Förderprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr geht mit einem neuen Träger in die nächste Runde. Der Regionalverband Ruhr übernimmt die Umsetzung und begleitet künftig ausgewählte Kulturprojekte in der Region.

Das Förderprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr startet in eine neue Förderrunde. Seit dem 1. Januar wird das Programm vom Regionalverband Ruhr umgesetzt. Zuvor lag die Trägerschaft bei der ecce – european centre for creative economy GmbH. Das Programm ist Teil der Regionalen Kulturstrategie für das Ruhrgebiet. Ziel ist es, kulturelle Projekte und kreative Stadtentwicklung in verschiedenen Quartieren der Region zu stärken.

Rund eine Million Euro Fördermittel

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt für das Förderjahr rund eine Million Euro zur Verfügung. Unterstützt werden Projekte von Künstlerinnen und Künstlern sowie kulturellen Initiativen.

Kulturministerin Ina Brandes sieht darin eine Möglichkeit, das Engagement von Kulturschaffenden vor Ort zu stärken. Kunst und Kultur könnten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten der Region leisten.

Nach Angaben von Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr, soll der Trägerwechsel helfen, regionale Kompetenzen zu bündeln und langfristige Strukturen für kulturelle Projekte zu schaffen.

Zehn Kreativquartiere beteiligt

Für das Förderjahr 2026 waren zehn Kreativquartiere im Ruhrgebiet antragsberechtigt. Dazu gehören unter anderem das Viktoria.Quartier Bochum, das Unionviertel Dortmund, das Ruhrort Duisburg sowie das Wiesenviertel Witten.

Weitere Quartiere befinden sich unter anderem in Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Oberhausen und Unna.

35 Projekte ausgewählt

Eine Fachjury hat aus den eingereichten Bewerbungen insgesamt 35 Projekte ausgewählt. Diese werden nun umgesetzt und künftig vom Regionalverband Ruhr begleitet.

Zu den ausgewählten Vorhaben zählen unter anderem das Tanzprojekt „Improve Yourself Dance Festival“ des Vereins Cypher 44 e.V. im Bochumer Viktoria.Quartier. Ebenfalls gefördert werden das interdisziplinäre Kunstprojekt „Polyphonia – Stimmen der Stadt“ im Dortmunder Unionviertel sowie „Wilma tanzt“ im Zentrum für Stadtkultur im Wiesenviertel in Witten.

Das Förderprogramm unterstützt neben einzelnen Veranstaltungen auch langfristige Strukturen wie Produktionsorte, Co-Working-Spaces und Kulturlabore.